Was mich beschäftigt...

Ich wünschte...

…ich hätte mich im Inneren der Elbphilharmonie fotografisch austoben können, aber leider ist ab einem bestimmten Bereich das Fotografieren während der Führung nicht mehr gestattet. Während der Führung hätte ich ohnehin nicht genug Zeit gehabt, um alle Perspektiven erkunden zu können. Architektonisch fand ich die Elbphilharmonie von innen noch deutlich beeindruckender als von außen. Und das Licht! Was war das für ein unglaubliches Licht an diesem Tag.

So bleiben “nur” ein paar Fotos vom Hafen, der Stadt und Innenaufnahmen aus “erlaubten” Bereichen.


Ein grauer Sonntag...

…ist doch die Gelegenheit, den leeren Kaufland-Parkplatz noch einmal aufzusuchen und zu sehen, wie die Fotos wirken, wenn das Wetter ebenso trist ist, wie der leere Parkplatz.

Wie erwartet war auch diesmal fast niemand anzutreffen, außer den wenigen Menschen, die an der dortigen Packstation ihre Pakete abholten. Der einzige andere, der ein paar Sekunden Notiz von mir nahm, war ein Wachmann vom zuständigen Sicherheitsdienst. Er hielt mit seinem Wagen ein paar Meter von mir entfernt und überlegte wahrscheinlich, ob er mich fragen soll, was ich dort treibe. Er tat es nicht. Der Typ, der Einkaufswagen auf einem Parkplatz an einem Sonntag fotografiert, machte doch einen zu harmlosen Eindruck, als das sich eine Nachfrage lohnte.

Einige Motive habe ich bewusst ähnlich zu denen meines ersten Besuchs gehalten und auch diesmal mag ich diese Form von Ästhetik, die dieser wirklich unspektakuläre Ort hat.
Im Vergleich sind die Bilder natürlich etwas finsterer und deutlich farbloser, aber auch noch nicht auch noch nicht so trostlos, wie ich es erwartet hatte.
Vielleicht war das Wetter noch noch nicht trist genug. Ich muss wohl nochmal bei richtig fiesem Regenwetter hin, oder bei Schneematsch. Das könnte auch gehen. Fortsetzung folgt.


Es gibt eine Menge Orte...

...an denen von Montag bis Samstag reges Treiben herrscht, es bisweilen sogar hektisch wird, wenn um den letzten Parkplatz gekämpft wird und man schon wieder keine Euro-Münze im Portemonnaie hat, der Einkaufwagen aber nichts anderes akzeptieren will, um von seinen Ketten befreit zu werden. Stress!  

Im Gegensatz dazu herrscht dort am Sonntag in der Regel gähnende Leere. Stressig wirkt das nicht, eher unglaublich langweilig. Oder ist es vielleicht doch nicht so langweilig? Auf den ersten Blick scheint dieser Ort zu dieser Zeit nicht besonders attraktiv zu sein, aber ähnlich wie die beinahe menschenleere Universität am Wochenende, finde ich auch hier gerade diese Leere besonders reizvoll. Es finden sich mehr Motive und Perspektiven als man glaubt.

OK. Ich gebe es zu, dass dies eine sehr subjektive Wahrnehmung ist und sich der ein oder andere fragt, was an dem Foto eines leeren Parkplatzes denn so interessant sein soll. So ganz genau kann ich es auch nicht selbst nicht erklären, aber Orte wie dieser Parkplatz oder die Universität am Sonntag wirken so unwirklich, weil man sie im Gedanken doch immer mit Trubel, Geräuschen, Gewusel und Hektik verbindet. Ist das nachvollziehbar?

Diesmal herrschte strahlender Sonnenschein und ich finde, das stellt einen prima Kontrast zu dem trostlosen Inhalt der Szenerie dar. Interessant wäre es auch zu sehen, wie sich die Stimmung ändert, wenn die auch noch trostloses, graues Wetter herrscht. Diesen Gedanken werde ich bei Gelegenheit in die Tat umsetzen und die Bilder später einmal gegenüber stellen. 
 

Ein paar Tage...

...haben wir Brügge per pedes durchstreift und so einiges an Eindrücken gesammelt. Ich hatte mir vorher nur ein paar Bilder der Altstadt angesehen und von der einer oder anderen Seite gehört, Brügge sein eine sehr schöne Stadt. Das kann ich auf jeden Fall unterschreiben. Die alten Häuser und schmalen Gässchen sind wirklich sehr pittoresk und wunderbar anzuschauen. Die Kanäle und Brücken vervollständigen das wunderbare Stadtbild.

Wir wohnten in einem kleinen, familiär geführtem Hotel das sich relativ nah am Zentrum Brügges befindet, und ein toller Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt war. Eine Auto braucht man dafür nicht. Alles lässt sich zu Fuß erreichen.

Vielleicht hätte ich dennoch etwas mehr Recherche betreiben sollen, denn mir war nicht klar das Brügge ein so gigantischer Touristenmagnet ist. Wenn wir mal wieder dorthin fahren sollten, dann nicht über ein Wochenende! Der Samstag war der Höhepunkt der Menschenmassen. Der Marktplatz gefüllt mit zahlreichen Gruppen, die den unvermeidlichen Regenschirmen der Stadtführer folgten, endlose Reihen von Menschen, die die schmalen Strassen und Gassen entlang pilgerten, ständig bemüht, sich nicht gegenseitig in die Hacken zu treten oder unter die Räder von Fahrrädern oder Kutschen zu kommen. So viele Selfie Sticks habe ich auch schon lange nicht mehr in freier Wildbahn gesehen. Das war schon sehr anstrengend! Aber Egal. Wir hatten trotzdem viel Spaß in dieser tollen Stadt, an der man sich kaum satt sehen kann. Nicht zu vergessen, die kleinen Köstlichkeiten in Form von Pralinen und Waffeln, die man gefühlt alle fünf Meter kaufen kann. Verhungern und Verdursten muss man auch nicht, denn auch Restaurants gibt es in Hülle und Fülle. Die sind allerdings ziemlich teuer. Das sollte man in das Reisebudget einkalkulieren, sofern man sich nicht nur aus dem Supermarkt versorgen möchte.

Einen kleinen Ausflug ans Meer haben wir auch noch gemacht, wo wir doch schon in der Nähe waren. Knokke-Heist hieß unser Ziel und um es kurz zu machen, das war so gar nicht nach unserem Geschmack. Architektonisch könnte der Unterschied zu Brügge nicht größer sein. Statt alten Häusern und schmalen Gassen erwartet einen hier eine Betonwüste und ein zum Teil mit Strandhütten zugepflasterter Strand. Entsprechend kurz fiel der Besuch aus.

Da haben wir uns dann lieber noch etwas mehr in Brügge umgesehen.

 

 

Langzeitbelichtungen...

...in der Landschafts- und Architekturfotografie mag ich im allgemeinen sehr gerne und deshalb habe ich auch viel Spaß dabei, selbst von Zeit zu Zeit dieses Stilmittel zu benutzen. Dafür habe ich schon von ein paar Jahren die ersten ND-Filter angeschafft und dazu noch ein paar graduierte ND-Filter und natürlich auch den einen Pol-Filter. Im Laufer der Zeit hat sich dabei ein bunt gemischter Zoo von Filtern angesammelt. Als erstes ein Cokin Steckfilter System, dann Schraubfilter und mit dem Nikon 14-24 musste auch ein Steckfiltersystem mit passendem Adapter her. Und das war dann irgendwie zu einem "Problem" geworden, denn ich habe die Filter nur noch selten mitgenommen. Also reifte mit der Zeit der Gedanke, auf ein neues Filtersystem umzusteigen, dass ich mit allen Objektiven gleichermaßen benutzen kann und vielleicht auch etwas kompakter ist, als mein Filtersystem für das 14-24. Nach einigen Recherchen bin ich dann beim Filterhalter-System der Firma Haida gelandet, und auch zwei der neuen Filter sind aus gleichem Hause. Zum einen ein 10-Stop ND Filter und ein Polfilter. Später kamen dann noch drei graduierte Filter der Firma Rollei hinzu. Diese sind zwar nicht aus der neuen Mark 2 Serie, aber nach meiner ersten Erfahrungen auch sehr guten aus der ersten Serie. Dafür waren sie aber auch ein echtes Schnäppchen, zumindest im Vergleich zu den üblichen Preisen.

Bei der ersten Tests mit dem 10-Stop Filter habe ich erfreulicherweise festgestellt, dass der ziemlich Farbneutral ist. Meine beiden alten hatten entweder einen deutlichen magenta bzw. blauen Farbstich. Neben der Vereinfachung, die die Reduzierung auf ein einiges Filtersystem mit sich bringt, ist das allein für mich schon ein riesiger Vorteil.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Umstieg und werde in Zukunft sicher wieder öfter auf Filter zurückgreifen.

 

 

Ein paar hundertmal...

...bin ich wohl schon auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause an dem Bürogebäude der ARAG in Düsseldorf vorbeigefahren und oft habe ich gedacht, dass müsste ich auch mal fotografieren.

Letzte Woche habe ich es dann endlich gemacht. Die Tasche war mit allem notwendigen gepackt, denn ich wollte dramatische Langzeitbelichtungen mit Hochhaus aus Glas und Stahl und dynamischen Wolken machen. Das hätte sicher auch geklappt, wenn es Wolken am Himmel und Wind  gegeben hätte. Es wehte aber nur eine leichte Briese und der Himmel war mehr oder weniger wolkenlos.

Auch wenn ich meine ursprünglichen Vorstellungen nicht umsetzten konnte, wollte ich doch wenigstens die Umgebung und Perspektiven erkunden. Aber auch mit den entstandenen Fotos bin ich sehr glücklich. Ich finde die Ästhetik solcher Glas und Stahl Konstruktionen durchaus ansprechend. Zwar fehlt in den Bildern der Kontrast zwischen dem harten, kantigen Gebäude und den weichen, dynamischen Wolken, aber auch das blau (Gebäude) in blau (Himmel) garniert mit Reflexionen der Sonne auf der Fassade hat seinen Reiz.

Langzeitbelichtungen dieses Hauses sind damit aber nicht gestorben, und auch im Licht der aufgehenden Sonne sollte ich mal... Ich komme wieder.

 

Architektur...

kann bisweilen sehr polarisieren. Für das Exzenterhaus in Bochum trifft das auf jeden Fall zu. Die einen lieben es und die anderen hassen es. Auf den ersten Blick fehlt solchen Gebäuden vielleicht die Seele, weil sie so technisch wirken. Mir gefallen sie trotzdem gut und ich fotografiere sie auch sehr gerne. Das Neue Gymnasium in Bochum fällt wahrscheinlich in die gleiche Kategorie. Auch wenn ich nicht annähernd so viele Kommentare zum Gymnasium gelesen habe wie zum Exzenterhaus, bin ich mir sicher, dass es auch hier viele Kritiker gibt. Mir gefällt es aber sehr gut. Ich finde, es hebt sich sehr positiv von vielen Schulgebäuden ab, die von Beton dominiert werden. Fotografisch finde ich es sehr reizvoll. Gerade bei Fassaden mit viel Glas mag ich Langzeitbelichtungen sehr, wenn ein Himmel mit Wolken und genug Wind dazu kommt. Der Kontrast zwischen der harten und klaren Fassade zu den weichen Strukturen des Himmels fasziniert mich.
Gestern war es sehr windig und der Himmel voller Wolken. Also genau die passende Konstellation, um die Art von Fotos zu machen, die mir so gut gefallen.

Dabei kam auch wieder der HiTech 10 Stop Filter zum Einsatz. Diesmal habe ich die Fotos nicht in Schwarz-Weiss umgewandelt, weil mir die Farben wirklich gut gefallen. Auch den heftigen Blaustich, den dieser Filter erzeugt, habe ich kaum korrigiert. Ich fand den diesmal einfach sehr passend.