Was mich beschäftigt...

An diesem Abschnitt der Ruhr...

…zwischen der Ruhrbrücke Kemnade und dem Wasserwerk Stiepel war ich schon sehr oft fotografieren. Die Landschaft ist dort wirklich schön und auf den Buhnen - die leider immer weiter verfallen - bietet sich eine großartige Perspektive flussabwärts, insbesondere für Sonnenuntergänge. Diesmal war ich jedoch morgens dort und die Sonne war auch nicht wirklich zu sehen, denn es war wunderbar nebelig. Und genau diese diffuse Nebelstimmung, die nicht nur das Licht sondern auch die Geräusche zu dämpfen scheint, lockte mich an diesem Sonntagmorgen dorthin. Ein Spaziergang entlang der Ruhr am Morgen im Nebel erzeugt eine fast magische Atmosphäre der Ruhe und Besinnung. Diese Ruhe spiegelt sich auch in den Bildern wieder, denn der Nebel verhüllt den oftmals chaotischen Hintergrund oder lässt ihn nur schemenhaft erahnen und lässt Farben nur zurückhaltend erscheinen. In dieser Atmosphäre wirkt die Umgebung beinahe entrückt und surreal. Selbst die kleinsten Geräusche, wie das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Blätter oder das Plätschern des Wassers, erscheinen in dieser Ruhe intensiver und beruhigender.

Entspannt und mit einigen schönen Fotos auf der Speicherkarte, ging es dann zu einem späten Frühstück zurück nach Hause.

Plötzlich hörte ich ein ungewöhnliches Platschen und als ich mich umdrehte, sah ich ein Tier durch die Ruhr schwimmen. Es war ein Reh. Ein schwimmendes Reh hatte ich noch nie gesehen. Es war relativ weit weg und ich hatte gerade mein Makro Objektiv montiert. Zuerst habe ich gedacht, eine längere Brennweite wäre in diesem Moment besser gewesen. Im Nachhinein finde ich aber, dass der Bildausschnitt der Szene einen perfekten Kontext bietet, was ich durch den Beschnitt auf ein Panoramaformat noch zusätzlich betont habe.

Natürlich bieten sich auch im “Kleinen” jede Menge interessante Motive.

Der Weg...

…vom Haus Kemnade zur Burg Blankenstein durch das Naturschutzgebiet Katzenstein besticht durch die viel fältige Waldlandschaft und geologische Formationen und großartige Ausblicke über das Ruhrtal.

Das Wetter lud geradezu zu dieser nicht besonders langen, durch das ständige (steile) auf und ab aber dennoch leicht anstrengende Wanderung ein. Der Himmel war strahlend blau und kaum eine Wölkchen war zu sehen. Für Waldfotografie sind das alles andere als optimale Bedingungen, denn die Kontraste sind dadurch sehr extrem und die Lichtstimmung dadurch sehr hart. Keine Frage, die Stimmung in einem Wald bei weniger aggressivem Licht, Nebel oder sogar im Regen ist schon besonders, irgendwie beruhigend und nicht so “laut”.

Aber hier geht es auch darum, die eigene Stimmung mit ein paar Impressionen festzuhalten, das Genießen eines sonnigen Feiertags, die Zeit im Wald, das Durchatmen vom Alltag.

Und es ist wirklich praktisch, dass die Burg Blankenstein ziemlich genau auf halber Strecke dieses kleinen Rundwegs liegt. Eine kleine Rast im Burghof mit einem “kleinen” Snack in Form der dort angeboten Waffeln mit einem sehr guten Cappuccino rundete den Tag ab.

Die Sonne...

…hat sich heute endlich wieder blicken lassen, nachdem es gefühlt tagelang nur geregnet hatte. Warm war es leider nicht, im Gegenteil, die Temperatur ist wieder in den niedrigen einstelligen Bereich gefallen. Aber dafür war es hell und freundlich und optimal für eine Runde durch das Wiesental.

Der Himmel war fast wolkenlos, also eigentlich etwas langweilig. Aber für die Bilder, die ich mir vorgenommen hatte zu machen, passte das sehr gut.

Der Plan war, meiner lieblings Magnolie im Wiesental einen Besuch abzustatten, denn die ist zur Zeit voller Blüten. Viele der Blüten sind zwar noch nicht offen, aber zu lange warten wollte ich auch nicht, denn die Blütenpracht ist immer sehr schnell wieder vorbei.

Obwohl ich nur mein Makroobjektiv mitgenommen hatte, habe ich nur wenige Detailaufnahmen gemacht. Zum einen gibt es diese Jahr weniger Blüten im unteren, ohne Leiter erreichbaren Teil der Magnolie und um anderen habe ich keine Perspektive gefunden, die mir wirklich gut gefallen hat. Dafür bilden die Zweige und Blüten einen tollen Kontrast zum wolkenlosen, blauen Himmel. Mit der “Regel” zu unruhige Kompositionen zu vermeiden habe ich in einigen Fällen auch bewust gebrochen. Ich mag dieses Chaos aus Blüten und Zweigen sehr.

Ich habe mir vorgenommen...

...diesem Blog wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Am Ende des letzten Jahres hatte ich festgestellt, dass ich den letzten Beitrag im Juli veröffentlicht hatte.

Natürlich habe ich auch danach nicht aufgehört zu fotografieren und etliche im zweiten Halbjahr entstandene Fotos habe ich auch “online” veröffentlicht, aber eben nicht auf meiner eigenen Website, sondern auf den einschlägigen Social Media Plattformen Instagram, Facebook und Twitter.

Dabei mag ich gar nicht, wie sehr die technische Qualität der Bilder durch die brachiale Kompression leidet, wo doch die Qualität auf dieser Website deutlich besser ist. Vom winzigen Postkartenformat auf Instagram will ich gar nicht reden.

Unrealistische Ziele wollte ich mir aber auch nicht setzen. Aber einen Artikel pro Monat, dass sollte wohl zu schaffen sein. Und heute ist schon der 31. Januar 2023. Das war knapp! Fast wären die guten Vorsätze schon im ersten Monat gescheitert.

Am Sonntag war ich in der Westruper Heide bei Haltern am See. Ich habe schon Unmengen von Fotos dieser Heide gesehen und wollte schon lange mal dort hin.

Ein grauer, wolkenverhangener Sonntag im Januar ohne Schnee, Frost oder Nebel klingt jetzt nicht nach optimalen Bedingungen für Landschaftsfotografie. Ich habe mir aber gedacht, dass ich, wenn schon keine optimalen Bedingungen bestehen, ich wenigstens ein wenig "Location Scouting" betreiben kann. Für mich hat sich aber wieder einmal gezeigt, dass auch ohne spektakuläres Licht interessante Fotos möglich sind.

Eine gute halbe Stunde dauerte die Fahrt von Bochum zum, als Navigationsziel festgelegten, Parkplatz. Nach wenigen weiteren Minuten zu Fuß lag sie dann vor mir, die Westruper Heide.

Natürlich blühte nichts, die Laubbäume waren überwiegend kahl und die ganze Szenerie wirkte beinahe schon monochrom. Und trotzdem war ich begeistert. Genau diese Art von Landschaft hatte ich mir erhofft und auch deren wetterbedingte Tristesse hatte ihren ganz eigenen Charme. Ein Vorteil dieses Wetters war sicher auch, dass sich die Menschenmassen in Grenzen hielten. Ich glaube an einem wirklich schönen Sonntag im Sommer braucht man zur "Spaziergangszeit" nach dem Sonntagsessen dort nicht dort zu sein. Zumindest nicht um Landschaftsfotografie zu betreiben. Früh morgens zum Sonnenaufgang könnte ich es mir aber gut vorstellen, bevor die Horden der Spaziergänger eintreffen.

Für mich hat sich dieser Ausflug absolut gelohnt. Ich bin sicher nicht das letzte mal in der Westruper Heide gewesen. Zu sehr mag ich diesen Typ Landschaft und auch mit den entstandenen Fotos bin ich sehr zufrieden, spiegeln sie doch eine Atmosphäre von Ruhe und Entspannung wieder, die ich bei ihrer Entstehung empfunden habe. Zumindest geht es mir so, wenn ich sie betrachte.

Es ist manchmal...

…überraschend, wie nah ein schöner Wald zu finden ist. Auf das Naturschutzgebiet “Tippelsberg - Berger Mühle” bin ich über Google Maps aufmerksam geworden. Auf dem Tippelsberg war ich schon oft, aber das NSG auf der anderen Seite der A43 kannte ich noch nicht. Die Fotos anderer Besucher auf Google Maps versprachen lohnende Motive und ich wurde nicht enttäuscht. Definitiv ein toller Ort für “Waldfotografie” auch wenn man es sich verkneifen sollte, durchs Unterholz zu trampeln (das Naturschutzgebiert ist entsprechend beschildert) und - wenn man denn mal ein paar Meter vom Weg abweicht - entsprechend rücksichtsvoll zu sein. Aber auch von den Wegen aus gibt es reichlich Perspektiven zu entdecken.

Es war ein schöner Abend...

…auf dem Isenberg in Hattingen. Zugegeben, es ist auch diesmal keine völlig neue Entdeckung, denn die Isenburg (oder auch Burg Isenberg) in Hattingen habe ich schon ein paar Mal besucht. Das letzte Mal war ich im Februar 2020 dort (Die Isenburg). Von Corona hatte man schon etwas gehört, aber es war noch sehr weit weg. Das sollte sich sich dann rasant ändern, wie wir alle wissen.

Etwas über zwei Jahre später bin ich wieder hier. An diesem Abend war das Wetter klasse, der Himmel so blau, dass er aus fotografischer Sicht schon fast langweilig war, und die Temperatur sehr angenehm. Für einen Spaziergang im Wald kann ich mir kaum bessere Bedingungen vorstellen. Für mich ist das Entspannung pur. “Die Seele baumeln lassen” ist vielleicht eine etwas überstrapazierte Formulierung, trifft es aber trotzdem gut, wenn es darum geht, den Alltag und die allgegenwärtigen Nachrichten für eine kurze Zeit hinter sich zu lassen.

Der “Aufstieg” beginnt.

Der Ausblick auf die Ruhr.

Haus Custodis

Nachdem ich die Burg hinter mir gelassen hatte, bin ich dem Weg durch den Wald weiter gefolgt als bisher und das hat sich gelohnt.
In diesem Teil des Waldes auf dem Isenberg war ich tatsächlich das erste, aber ganz sicher nicht das letzte Mal, denn der ist wirklich wunderschön. Das Licht hat an diesem Abend natürlich auch geholfen. Hier gibt es ganz sicher noch eine ganze Menge Motive zu entdecken.

Zweimal war ich wieder...

…an, oder wenigstens in der Nähe der Ruhr unterwegs. Auf dem Leinpfad auf der Bochum-Seite war ich schon sehr oft zum Fotografieren unterwegs. Nicht immer war ich erfolgreich im Sinne von “vorzeigbaren” Fotos. Diesmal fand ich die Lichtstimmung aber wieder sehr schön. Es war relativ ruhig, bis auf ein paar Party-People auf einer der Buhnen. Die hatten auch hörbar ihren Spaß. Hoffentlich gehörten die zu den verantwortungsvollen Menschen, die ihren Grill-Party-Müll auch wieder mitnehmen und nicht im Gebüsch oder in der Ruhr entsorgen. Leider sieht es nach Wochenenden bei warmen Wetter an den Buhnen manchmal katastrophal aus. Aber darum soll es hier ja eigentlich nicht gehen.

Ich habe den Abend auch genossen, habe neues fotografisches Spielzeug ausprobiert und mit den Fotos bin ich auch sehr zufrieden. Selbst die Wolken von Viechern (ich weiß leider nicht, was für Tierchen da herumschwirrten) ließen sich ertragen. Das wäre wohl anders gewesen, wenn sie gestochen hätten. Ein paar habe ich auch “weggeatmet”. Das war ein bisschen fies und irgendwie hatte ich das Gefühl, das die jetzt überall auf oder in mir herumkrabbeln. Aber das konnte meine Stimmung trotzdem nicht trüben.

Sonnenuntergang über der Ruhr

Im Gegenlicht leuchtet nicht nur das Blattwerk, sondern auch die winzigen Fliegen oder Mücken, oder was immer das für Tierchen sind.

Von den meisten Buhnen auf der Bochumer Seite der Ruhr, ist leider nicht mehr viel übrig. Das ist schade, weil sie eine tolle Perspektive auf den Fluss boten.

Als ich es mir auf einer Buhne gemütlich machte, kam diese Nilgansfamilie vorbei. Ich bin mir nicht sicher, ob das Schnattern ein Protest war, weil ich die Buhne blockiere, oder ein Ausdruck der Begeisterung für die Musik im Hintergrund. :-)


Etwas früher am Abend fand ich diesen Baum. Das Licht war noch nicht ganz so stimmungsvoll, setzte diesen interessanten, knorrigen Baum trotzdem schon schön in Szene.

Nach knapp zwei Wochen Zwangspause war ich wieder in der Nähe unterwegs, diesmal aber auf der Hattinger Seite der Ruhr. Dort steht gegenüber des Haus Kemnade ein wunderschöner Baum, den ich schon oft zu allen möglichen Jahreszeiten fotografiert habe.

Der Baum im Gegenlicht - Wenn man genau hinschaut, findet man auch den Turm der Burg Blankenstein.

Diesmal bin ich dem Baum mal etwas auf die Pelle bzw. die Borke gerückt. Eine Perspektive und ein Motiv, das geradezu nach einer Weitwinkel-Aufnahme schreit. Ich bin wirklich froh, dass ich diese Komposition gefunden habe, denn daraus ist mein Lieblingsbild dieses Abends entstanden.

Diese Blütenpracht...

…ist immer nur von kurzer Dauer und darum war ich froh, dass ich dieses Jahr zum richtigen Zeitpunkt diesen von Kirschen gesäumten Weg aufgesucht habe. Einen Dankeschön geht dabei an die liebe Katrin, die ihre fotografierenden Freunde auf den richtigen Zeitpunkt aufmerksam gemacht hat. Richtig gefreut habe ich mich, dass ich Katrin an diesem Abend dann auch noch getroffen habe und wir uns eine Weile unterhalten und “Neuigkeiten” austauschen konnten. Leider hatten wir uns in den letzten zwei Jahren aus den allseits bekannten Gründen nicht gesehen. Ich hoffe sehr, dass die Normalität Stück für Stück wieder zurückkehrt und damit auch die Kontakte zum Freundeskreis sich wieder von der virtuellen in die reale Welt verschieben, wenn es die Lage erlaubt.

Die Kirschbäume waren natürlich wieder großartig. Ein Geheimtipp ist dieser Ort aber schon seit Jahren nicht mehr. So waren auch an diesem Abend etliche Leute vor Ort, die die Bäume, oder sich selbst vor Bäumen fotografierten. Es braucht schon etwas Geduld mit manchen Mitmenschen. Zum Glück gibt es aber auch das ein oder andere angenehme Gespräch über die Schönheit der Bäume und ihre Blüten.

Wesentlich häufiger, beinahe jeden Tag, gehe ich an dieser Magnolie im Wiesental vorbei. Im Gegensatz zum letzten Jahr, trägt der Baum deutlich mehr Blüten. Es ist ein wunderschöner Anblick, den ich gerne in meinen Mittagspausen genieße.

Es ist ein kleines Déjà-vu,...

…denn im Vorfeld dieses Blogposts waren die Bedingungen ähnlich, wie bei meinem letzten. Das Wetter scheint seit Wochen nur aus Regen und dunklen Wolken zu bestehen. Insgesamt ist es einfach ungemütlich. Vermutlich ist das etwas ungerecht, denn zwischendurch ist es auch etwas freundlicher, aber es fühlt sich nicht so an. Es kam mir so vor, dass sich die Sonne immer nur dann blicken lies, wenn ich keine Zeit hatte, das auch ausnutzen zu können.

Der Wetterbericht versprach für den vergangenen Samstag eine kleine, sonnige Pause vom Einheitsgrau. Die Gelegenheit, endlich wieder mit der Kamera loszuziehen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und ich hatte mir vorgenommen, einen Ort zu erkunden, an dem nicht nicht schon x-mal gewesen bin. Ich habe ein wenig auf Google Maps in der näheren Umgebung nach interessanten Orten Ausschau gehalten und bin dabei auf einen Steinbuch in Wetter Albringhausen (Böllberg) gestoßen. Der Weg vom Parkplatz (den ich schon bei anderen Touren als Startpunkt genutzt hatte) zum Steinbruch führte durch einen sehr schönen Wald, allerdings auf sehr matschigen Pfaden. Das bestätigte wieder, dass das Richtige Schuhwerk ein nicht zu unterschätzender Bestandteil der Fotoausrüstung ist. ;-)

Der Steinbruch hat sich tatsächlich als sehr interessant erwiesen. Allerdings versteckte sich die Sonne dann doch wieder hinter Wolken, so dass unten im Steinbruch kein wirklich “schönes” Licht zu finden war. Ich werde hier sich noch öfter mal zu anderen Tages- und Jahreszeiten vorbeischauen. Ein sehr netter Mensch, dem ich dort begegnete und mich ansprach, hat mir dies bestätigt und mir denn Sommer für einen Besuch ans Herz gelegt.

An Motiven mangelt es hier auf jeden Fall nicht. Egal ob natürlicher Art, oder von Menschenhand geschaffen.

Auch wenn keine Bilder mit Portfolio-Qualität entstanden sind, bin ich trotzdem sehr zufrieden. Es hat einfach wieder sehr viel Spaß gemacht und das ist es, worauf es wirklich ankommt.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

Endlich hat sich die Sonne...

…mal wieder sehen lassen.

In den letzten Wochen war es meist nass und dunkel. An manchen Tagen wurde es scheinbar gar nicht richtig hell. Das drückte schon ein wenig aufs Gemüt und trotzdem - nein, gerade deswegen - habe ich fast jeden Tag in der Mittagspause meine kleine Runde durch das nahgelegene Muttental gedreht. Ein kleines bisschen Bewegung, die frische Luft und eine Gelegenheit abzuschalten, etwas anderes zu sehen und die Gedanken schweifen zu lassen.

Manchmal nehme ich dann auch eine Kamera mit. Heute war wieder so ein Tag. In der Nacht zuvor hatte es gefroren. Alles war mit einer, in der Sonne glitzernden, Schicht Raureif überzogen. Ich war fast schon etwas zu spät dran, denn sie Sonne hatte schon ganze Arbeit geleistet. Immer mehr des weißen Überzugs verschwand, und das Grün darunter kam wieder zum Vorscheinen. Aber nicht im Schatten. Dort fand ich noch viele interessante Details, die mit dem Zusammenspiel von Sonne und Eis ihren ganz besonderen Reiz entfaltet haben.

Im Durchschnitt...

…ist man viel zu selten am Meer.

Umso schöner war es, dass ich im Rahmen einer Dienstreise die Gelegenheit zu einem kurzem, aber intensiven Spaziergang an der Ostsee (Heiligenhafen) hatte.

Samstag morgen. Als der Wecker klingelte war es draußen noch stockfinster. Der Tag zuvor war super, aber auch sehr lang, weshalb diese Finsternis nicht ungelegen kam. Also habe ich mich nochmal rumgedreht und meinen geplanten Spaziergang um eine Stunde verschoben.

Es war gegen 7:30, als ich das Hotel Richtung Seebrücke verlassen habe. Es war kalt und ungemütlich, aber wenigstens hat es nicht geregnet. Noch nicht. Die Seebrücke war nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt und auch noch beleuchtet, als ich dort eintraf. Das war ein wundervoller Anblick.
Die Wolken hingen tief, es war windig und Regen hing in der Luft. Dieser eher unangenehmer Umstand war nicht mehr wichtig. Ich habe es genossen, mir den Wind um die Nase wehen zu lassen, während ich über die Seebrücke und danach über den Strand spazierte.
Später fing es dann doch noch an zu regnen und die Verabredung zum Frühstück wollte ich auch auf gar keinen Fall versäumen. Es war Zeit, zum Hotel zurückzukehren. Diese kurze Zeit am Strand war ein perfekter Start in den Tag.

Diesen Teil des Waldes...

…am Kalwes bzw. Klosterbusch in Bochum habe ich bisher immer nur am Rande wahrgenommen. Dutzende Male bin ich schon mit dem Fahrrad und dem Auto daran vorbeigefahren, ohne zu ahnen, wie schön dieser Teil des Waldes ist. Bisher war ich offensichtlich immer zu früh umgekehrt, doch diesmal hatte ich mir vorgenommen, weiterzugehen und nach neuem Ausschau zu halten. Neben dem Wald wollte ich auch noch ein paar Teiche und einen Bach erkunden und nach lohnenden Motiven suchen.

Der Herbst war auch noch nicht zu weit fortgeschritten, so dass die Bäume noch nicht gänzlich kahl waren, sich aber auch schon ein bunter Teppich aus herabgefallenen Blättern gebildet hatte. Die Farben in einem herbstlichen Wald sind einfach wunderschön.

Ganz in der Nähe befand sich die Zeche Klosterbusch mitsamt eines Steinbruchs. Ich weiß nicht, ob das Drahtseil, das hier in mehreren Bäumen eingewachsen ist, zum einen oder anderen gehörte. Es ist aber ein eindrucksvolles Zeugnis der industriellen Geschichte dieser Gegend.

An den Teichen angekommen, war ich sehr überrascht, dort eine Gruppe von Mandarinenten zu finden. Das war das erste mal, dass ich diese Tiere in freier Wildbahn gesehen habe. Zum Glück hatte ich meine Teleobjektiv dabei und sie Enten ließen sich auch von mir aus der Ruhe bringen, als ich versuchte, so nah wie möglich an das Ufer des kleinen Teiches zu gelangen.

Ich frage mich, wie sich diese Tiere ausgerechnet hierher verirrt haben. Vielleicht sind sie aus dem nah gelegenen Chinesischen Garten (ein Teil des Botanischen Gartens der Ruhruniversität Bochum) “ausgebüxt” und habe hier ein ruhiges Plätzchen gefunden.

Es ist mal wieder Zeit...

…für ein paar Fotos von Wald und Bäumen. Außer, dass Wald und Bäume zu meinen Lieblingsmotiven in der Landschaftsfotografie gehören, konnte ich dabei auch mein neues Werkzeug (vielen Dank an meine Liebste!) ausprobieren.

Das soll jetzt kein detailliertes Technik Review werden, denn davon gibt es ohnehin schon jede Menge. Ich mache es kurz, ich bin absolut begeistert von der Nikon Z7 II. An das kleinere Gehäuse - im Vergleich zu meiner D800 - habe ich mich schnell gewöhnt und der elektronische Sucher gefällt mich ausgesprochen gut. Die Möglichkeit, Fokuspunkte bis an den Rand des Bildausschnitts platzieren zu können, habe ich bei der DSLR oft vermisst. Auch der Bildstabilisator ist enorm hilfreich - gerade wenn es im Wald finster ist und ich kein Stativ zur Hand habe. Und das kommt oft vor, wenn wir im Urlaub Spaziergänge oder Wanderungen unternehmen.

Das ebenfalls neue Nikkor 50mm 1.8 S begeistert mich nicht weniger. Rein technisch ist es gegenüber meinem alten Nikkor 50mm 1.4 AF-D eine Offenbarung. Obwohl ich den alten Objektiven ja durchaus einen eigenen Charakter zu Gute halte, haben mich gerade beim dem 50er die heftigen Farbsäume oft genervt. Das 50er 1.8 S ist nicht nur in dieser Hinsicht dem alten deutlich überlegen. Von der Schärfe will ich erst gar nicht reden. Das Objektiv ist so überzeugend, dass ein Umstieg bei anderen Brennweiten ebenfalls sehr lohnend erscheint. Dank des hervorragend funktionierenden Adapters für die F-Mount Objektive hat das aber keine Eile.

Das war jetzt doch ein bisschen Technik, aber naja. Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Streifzüge mit der Kamera. Vielleicht kommt dann auch noch das eine oder andere Portrait dazu.

Back to the roots...

…kam mir in den Sinn, als ich in der Ruhraue Bochum-Stiepel unterwegs war, um dort zu Fotografieren. Hier war ich schon sehr oft und vielleicht habe ich gerade deshalb diesen Ort aus fotografischer Sicht eine ganze Weile links liegen lassen. Dabei sieht es jedesmal ein bisschen anders aus und das Licht ist natürlich auch nicht immer gleich. Und in den letzten Monaten hat sich so einiges verändert.

Die Wegführung wurde geändert, weil die Ruhraue jetzt ein Naturschutzgebiet ist. Alte Wege dürfen teilweise nicht mehr benutzt werden, die aber durch neue, sehr schöne Teilstücke des Rad- und Gehwegs ersetzt wurden. Der Wandel ist stetig.

Die Landschaft dort ist auf den ersten Blick, wenn man im Auto vorbeirauscht, vielleicht unscheinbar und doch ist es “ein schönes Fleckchen Erde” und ganz und gar nicht unscheinbar.
Und ich habe wieder entdeckt, wie gerne ich dort fotografiere. Auch wenn ich gefühlt schon jeden Baum und jeden Meter Ruhr zigmal im Bild festgehalten habe. Na und? Da ist doch eigentlich völlig egal und eine alte, fast vergessene Idee ist plötzlich wieder da. Vielleicht sollte ich doch noch einmal realisieren.

Ich liebe...

…diesen Wald auf dem Harkortberg in Wetter.

Vor ein paar Jahren bin ich mehr oder wenig per Zufall auf diesen Wald gestoßen und seit dem war ich immer wieder zum Fotografieren dort. Ich mag die Buchen mit ihrem teils silbrigen Glanz und ich mag die verschlungenen Wege, die es dort gibt.

Diesmal Stand die Fotografie gar nicht im Vordergrund. Wir wollten einfach nur eine kleine Wanderung oder einen ausgedehnten Spaziergang machen, aber eine Kamera hatte ich natürlich trotzdem dabei und das hat sich gelohnt. Es gibt dort jede Menge Motive fantastische Motive, jedenfalls wenn man ein Faible für Wald, Landschaft und Natur hat.

Vielleicht hat der eine oder andere Lust, diese kleine Wanderung auch mal zu machen. Die Runde ist unter folgendem Link bei Komoot zu finden: Waldspaziergang Harkortberg

Die Isenburg...

…in Hattingen habe ich schon ein paar mal besucht. Sie war der Stammsitz des Friedrich von Isenberg, der seinen Onkel 2. Grades und Erzbischof von Köln im Jahr 1225 im heutigen Gevelsberg (meiner Geburtsstadt) überfallen ließ. Der Erzbischof wurde dabei tödlich verletzt und auch Friedrich bezahlte dies mit seinem Leben, indem er 1226 in Köln gerädert wurde. Ein denkbar grausamer Tod, bei dem ihm alle Gliedmaßen gebrochen wurden, damit er durch die Speichen auf ein Rad geflochten werden konnte. Die Isenburg wurde geschliffen und die Steine angeblich zum Bau der Burg Blankenstein - ebenfalls in Hattingen - verwendet. Das ist aber inzwischen widerlegt worden.
Erwähnenswert ist, dass die Buddel-AG (was für ein genialer Name!) des Gymnasiums Waldstrasse (Hattingen) Teile der Isenburg freigelegt hat. Praktischer kann ein Ausflug in die Geschichte nur schwer gemacht werden.

Soviel, bzw. so wenig zur Geschichte dieses Ortes. Ein Ausflug hierher lohnt sich auf jeden Fall. Die Ruine bzw. das darin erhaute Haus Custodis ist sehenswert und regt die Fantasie an. Jedenfalls geht es mir so. Außerdem wird man für den Aufstieg zur Burg mit einem tollen Ausblick über das Ruhrtal belohnt. Auch die Naturbühne hat einen gewissen Charm und könnte auch eine super Location für Portraits sein.

Ich bin heute dorthin gefahren, um zum einen mein kürzlich erstandenes 35mm Sigma Art endlich auszuprobieren und auch, um einfach wieder einmal drauflos zu knipsen. Das habe ich letzter Zeit viel zu selten gemacht.

Zur völlig falschen Tageszeit...

…waren wir in der Hochheide auf dem Clemensberg im Sauerland unterwegs, jedenfalls wenn es um Landschaftsfotografie geht und wenn man der allgemeinen Meinung nachgibt. Die Sonne brannte um die Mittagszeit, es war kein Wölkchen am Himmel. Viel brutaler kann das Licht nicht sein und dennoch mag ich die Bilder sehr, trotz oder sogar wegen der harten Kontraste. Für die meiste Bilder habe ich auch endlich mal wieder das Nikkor 85mm 1.8 AF-D benutzt, trotz der heftigen CAs und Vignettierung. Optische Mängel sagen die einen, Charakter die anderen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwie dazwischen. Während ich die CAs so gut wie möglich entferne, mag ich die starke Vignettierung und meistens auch den Schärfeverlust zu den Bildrändern bei offener Blende. Ich setze das sehr gerne ein, um den Blick zu lenken.

Die Fotos entstanden auf dem “Goldenen Pfad”, einem Landschaftstherapiepfad, dessen 10 Achtsamkeitsstationen anleiten, die Natur zu erleben und den Alltag mit anderen Augen zu sehen. Mir reicht eigentlich die faszinierende Heide, die von Wind und Wetter gezeichneten Bäume um die Natur und die Ruhe zu genießen und damit die eigenen Akkus für den Alltag wieder aufzuladen, die Idee hinter diesem Pfad gefällt mir aber trotzdem.

Ich wünschte...

…ich hätte mich im Inneren der Elbphilharmonie fotografisch austoben können, aber leider ist ab einem bestimmten Bereich das Fotografieren während der Führung nicht mehr gestattet. Während der Führung hätte ich ohnehin nicht genug Zeit gehabt, um alle Perspektiven erkunden zu können. Architektonisch fand ich die Elbphilharmonie von innen noch deutlich beeindruckender als von außen. Und das Licht! Was war das für ein unglaubliches Licht an diesem Tag.

So bleiben “nur” ein paar Fotos vom Hafen, der Stadt und Innenaufnahmen aus “erlaubten” Bereichen.


Urlaub...

…ohne zu fotografieren kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Die meisten der Urlaubsbilder entstehen dabei meistens während des Sight-Seeings, bei kleinen Wanderungen oder Spaziergängen. Das ändert aber natürlich nichts daran, dass ich auch bei diesen Fotos auf eine interessante Komposition achte.

Pals - Provinz Girona

Torroella de Montgrí - Weg zum Castell del Montgrí

Strand bei Sant Martí d'Empúries

Postkartenmotive sind dabei vollkommen in Ordnung. Es geht bei der Fotografie im Urlaub auch darum, eine schöne Szenerie und das damit verbundene Gefühl festzuhalten. Jawohl, das darf dann auch mal richtig kitschig sein.

Cap de Creus

Collioure, Frankreich

Diesmal hatte ich auch meine analoge Mamiya RB67 dabei. Den Klotz nimmt man eher nicht mit auf die Sight-Seeing-Tour, sondern schleppt ihn nur, wenn es in erster Linie ums Fotografieren geht.

Die bei meinem kleinen Fotoausflug an den nahe gelegenen Strand belichteten Filme habe ich diesmal zu MeinFilmLab geschickt. Von diesem Dienstleister habe ich schon oft gelesen und auch Ergebnisse gesehen. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Scans sind wesentlich besser als alles, was ich mit meinem Consumer Flachbett-Scanner erreichen kann. Leider kann ich keinen Vergleich mit diesen konkreten Bildern zeigen, denn ich habe leider bei der Bestellung ein Kreuzchen vergessen, so dass die Negative entsorgt wurden.

Das ist bei MeinFilmLab der Standard, wenn man nicht explizit die Archivierung oder den Rückversand der Negative bestellt. Ich hätte lieber den Rückversand als Standard als die Mülltonne. Aber gut, ich denke, dieser Fehler lässt mich das Bestellformular beim nächsten mal sorgfältiger ausfüllen.

Alle folgenden Fotos sind mit der Mamiya RB67 Pro SD mit Kodak Portra 160 entstanden. Tendenziell habe ich immer leicht überbelichtet. Mir gefällt dieser Look gerade bei Landschaften und viel Sonnenlicht sehr gut.

Die Photologen...

...nennen sich die beiden Fotografen Falk Frassa (Wann wir die Website denn mal fertig? *duckundweg*) und Thomas B. Jones, die zudem noch die Hosts eines Podcasts sind, auf den ich vor ein paar Monaten gestoßen bin. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr wo ich auf die beiden aufmerksam geworden bin, vermutlich aber in einer Fotografie-Facebook Gruppe. Obwohl ich immer nur sporadisch hier und da in einen Podcast reingehört habe, war der Hinweis auf den Photologen Podcast offenbar so interessant, dass ich in die damals aktuelle Folge reingehört habe und die fand ich dann so interessant, dass ich in den folgenden Wochen alle älteren Folgen angehört habe.

Die Fotografie ist dabei natürlich der Schwerpunkt, aber trotz - nein gerade weil es auch um so viele andere Dinge geht, mag ich diesen Podcast. Ich freue mich auf jede neue Folge die Freitags erscheint, welche ich aber immer erst am Montag auf den Weg zur Arbeit höre. Das ich einfach ein guter Start in die neue Woche.

Dann gab es da auch einmal das Thema "Stille" und es ging u.a. darum, sich einfach mal einen Tag für sich und die eigene Fotografie zu nehmen. In diesem Rahmen gab es dann auch die Möglichkeit, dabei entstandene Fotos hochzuladen. Zugegeben, einen ganzen Tag habe ich noch nie mit diesem Konzept verbracht und ich weiß auch nicht, ob es einmal dazu kommt. Aber es gibt immer wieder Stunden und manchmal auch nur Minuten, in der ich in diese "Stille" eintauche. Auch das Bild, das ich hochgeladen hatte, entstand in nur ein ein paar Stillen Minuten an Deck einer Fähre kurz vor Amsterdam und es war auch keine geplante Stille. Aber diese paar Minuten waren auf ihre Art intensiv.
Für mich ist auch nicht entscheidend, ob es ein Tag, ein paar Stunden oder auch nur Minuten sind. Entscheidend ist, dass es zu dieser inneren Ruhe kommt und dann vielleicht sogar ein gutes Bild dabei heraus kommt.
Das mein Bild dann auch den Falk und den Thomas berührt hat, macht mich glücklich. So eine Rückmeldung tut einfach gut!

So, das war jetzt eine lange Einleitung zu einem kurzen Posting.

Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich abends mit meiner Mamiya RB 67 im Bochumer Stadtpark unterwegs war.
Der Tag war irgendwie nervig. Ich hatte schon noch Lust noch eine Runde fotografieren zu gehen, aber es war sehr bewölkt und das Licht wollte mich so gar nicht motivieren, vor die Tür zu gehen. Gegen acht Uhr abends riss die Wolkendecke dann aber doch noch auf und ich machte auf den Weg zum Stadtpark und dort auf die Suche nach Motiven.
Gute zwei Stunden später war ich wieder zu Hause und das deutlich entspannter als zuvor und mit zwei belichteten Rollen Film. Entschleunigung durch analoge Fotografie und so. Jaja, dass hat man schon tausend mal gelesen und es ist auch sicher etwas wahres daran zu finden, aber eigentlich ist das Medium gar nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es Spaß macht und wenn der Umgang mit einer "alten" Kamera dazu beiträgt, dann ist das schon die halbe Miete. Abgesehen davon bin ich auch mit ein paar der Bilder, die dabei entstanden sind, sehr glücklich. Das i-Tüpfelchen ist natürlich, wenn die Bilder nicht nur mir gefallen. ;-)