Was mich beschäftigt...

Wege und Bäume...

...die ich schon oft gegangen bin und schon oft gesehen habe,  und dennoch finde ich immer wieder Motive, die mir gefallen. Ein bisschen Tristesse durch die (beinahe) menschenleere Szene, dass ist die Idee. Fast immer aus einer niedrigen Perspektive, geringer Schärfentiefe und eine mal mehr, mal weniger betonte Vignettierung. Ich mag diesen Look sehr. Einen großen Beitrag leistet dabei das 85er 1.8 AF-D Objektiv. Obwohl es für heutige Maßstäbe einige technische Schwächen hat, benutze ich es sehr gerne. Gerade die starke Vignettierung bei Offenblende macht für mich einen großen Teil des Charakters des Objektivs aus. Auf die teilweise wirklich heftigen chromatischen Abberationen könnte ich dagegen gut verzichten. Zum Glück lassen diese sich nachträglich gut entfernen.

Zum Schluss habe ich noch ein bisschen mit der Brenizer Methode gespielt. Ihre Stärken kann diese Methode bei diesem Motiv sicher nicht ausspielen, aber es war eine gute Möglichkeit eine weitwinklige Aufnahme mit dem 85er Objektiv zu erstellen. Außerdem hat es Spaß gemacht. ;-)


Zorn

Nachdem ich über den Bildband "Zorn" von Axl Klein gelesen hatte musste ich dieses Buch einfach haben. Die Portraits darin sind wirklich klasse. Bei einigen kommt der "Zorn" unglaublich gut rüber, z.B. bei Anette Frier.Solch ein Portrait wollte ich unbedingt selbst einmal ausprobieren. Eine ähnliches Licht Setup (nur mit Schirmen statt mit - ich vermute - Strip-Lights) war schnell aufgebaut und nach ein paar Tests war der "Look" auch schon ganz gut. Mit Lightroom und Photoshop wurde dieser dann noch verfeinert.

Zwei Erkenntnisse habe ich auf jeden Fall gewonnen:

1. Ich kann auf Kommando nicht wirklich zornig gucken. :-) 2. Bei Selbstportraits mit Blende 2.0 und 85mm Brennweite ist das Fokussieren auf die Augen ein Glücksspiel.

P.S. mit dem Erlös u.a. aus dem Verkauf des Buches unterstützt Axl Klein Amnesty International. Noch ein weiterer Grund das Buch zu kaufen.

Im Wald

Weitmarer Holz

Ich hatte mal wieder Lust, ein paar Fotos im Wald zu schießen, wollte aber nicht wieder meine üblichen Wege gehen (Muttental, Harkort-Wald). Im Weitmarer Holz in Bochum war ich schon länger nicht mehr gewesen und fotografiert hatte ich da auch noch nie.Ausserdem hatte ich nach einer Fahrt entlang der Straße, die diesen Wald in zwei Hälften teilt noch eine Bildidee im Kopf, die ich jetzt endlich mal umsetzen wollte. Ich bin mit relativ leichtem Gepäck, der D800 und drei Objektiven losgezogen. Das Superweitwinkel habe ich gar nicht benutzt und das normal Zoom wenig (obwohl ich sonst damit die meisten Fotos mache). Die meisten Fotos sind mit dem 85mm 1.8 entstanden, welches ich sonst nur wenig ensetze. Ich sollte es öfter nutzen. Zurück zur Bildidee. Ok, ich gebe es zu, die Idee eine Straße mit geringer Schärfentiefe zu fotografieren hat schon einen langen Bart, was aber kein Grund ist, sowas nicht zu Fotografieren. Hier kam dann auch das 85mm zum Einsatz. Das produziert bei Offenblende schon eine schöne Vignette, ich wollte aber noch eine stärkere haben und deshalb in Lightroom noch etwas nachgeholfen. Dazu noch die Kontraste stark angehoben und die Farben etwas reduziert. Ich mag diesen Look. Deshalb habe ich den auch auf die anderen Fotos angewendet. Ich finde, damit ist eine ganz schöne Serie entstanden.