Was mich beschäftigt...

Etwas durchwachsen...

...war das Wetter bei unserem 6. Bochum in Bildern Fotowalk, bei dem wir diesmal den Stadtteil Langendreer erkundet haben. Der guten Stimmung bei allen Teilnehmern hat das aber nicht geschadet, ein Tässchen Kaffee und Kuchen half da auch mal als Überbrückung.

Wie immer war es wieder spannend, einen Stadtteil aus einer anderen Perspektive zu sehen, als und auch mal durch Strassen zu gehen, die sonst vielleicht nicht im Fokus stehen. Zu Entdecken gibt es immer etwas. Das kann ein liebevoll geplanztes Blümchen an der Hauswand sein, oder ein scheinbar in der Zeit stehen gebliebener Laden. Spektakulär ist das nicht und sicher weit entfernt von den üblichen Sehenswürdigkeiten, aber ich finde es trotzdem interessant, denn es zeigt wie hier gelebt wird, der eigene Lebensraum von den Menschen hier gestaltet wird, oder auch vernachlässigt wird.

Eine ganze Weile...

...habe ich mich nach einem 35mm Objektiv für die Leica M4-2 umgesehen und nun in einem Voigtländer 35mm Ultron 1.7 mein 35er gefunden. Und auch wenn ich erst einen Film damit belichtet habe, kann ich schon sagen, dass ich begeistert bin.
Es fühlt sich an der Leica einfach klasse an und mit der Brennweite fühle ich mich auf Anhieb wohl. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mit der Fuji X100s und ihrem Kleinbild Äquivalent von ca. 35mm schon einge Erfahrungen sammeln konnte.
Ganz nebenbei kristallisiert sich langsam auch mein Lieblingsfilm heraus. Der Agfa APX 100 gefällt mir unheimlich gut.

Der Fotowalk #5...

...der Facebook Gruppe Bochum in Bildern hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht und auch von anderen Teilnehmern gab es durchweg positives Feedback. Diesmal hatten wir und Bochum Hofstede - die Speckschweiz - als Ziel unseres Walks ausgesucht. Zwischen 11 und 15 Uhr zogen wir bei großer Hitze und Licht, das kaum greller sein konnte, durch die Strassen und hielten nach Motiven Ausschau.

Ein wirklich schöner Effekt so eines Walks ist, das man zumindest einige Mitglieder der Gruppe  kennen lernt und sich über das gemeinsame Hobby persönlich austauschen kann.

Aber auch nach dem Walk geht es interessant weiter, nämlich wenn die entstandenen Fotos in einen gemeinsamen Ordner hochgeladen werden. Es macht jedesmal Spaß zu sehen, wie unterschiedlich, manchmal aber auch ähnlich gleiche Motive interpretiert werden, aber auch welche Motive die anderen gesehen haben, die man selbst nicht wahrgenommen hat.

Wer sich die Ergebnisse mal anschauen will, findet die Sammlung der Fotos hier.

Einer noch jungen Tradition folgend, haben wir den Walk mit einem kalten Getränk und/oder einem Eis ausklingen lassen.

Nachdem zwischen dem 4. und 5. Walk doch eine relativ lange Zeit gelegen hat, wollen wir und diesmal schon früher wieder Treffen. Der BoinBi Fotowalk #6 ist schon in Planung.

Hier ist eine Auswahl meiner Fotos.

Architektur...

kann bisweilen sehr polarisieren. Für das Exzenterhaus in Bochum trifft das auf jeden Fall zu. Die einen lieben es und die anderen hassen es. Auf den ersten Blick fehlt solchen Gebäuden vielleicht die Seele, weil sie so technisch wirken. Mir gefallen sie trotzdem gut und ich fotografiere sie auch sehr gerne. Das Neue Gymnasium in Bochum fällt wahrscheinlich in die gleiche Kategorie. Auch wenn ich nicht annähernd so viele Kommentare zum Gymnasium gelesen habe wie zum Exzenterhaus, bin ich mir sicher, dass es auch hier viele Kritiker gibt. Mir gefällt es aber sehr gut. Ich finde, es hebt sich sehr positiv von vielen Schulgebäuden ab, die von Beton dominiert werden. Fotografisch finde ich es sehr reizvoll. Gerade bei Fassaden mit viel Glas mag ich Langzeitbelichtungen sehr, wenn ein Himmel mit Wolken und genug Wind dazu kommt. Der Kontrast zwischen der harten und klaren Fassade zu den weichen Strukturen des Himmels fasziniert mich.
Gestern war es sehr windig und der Himmel voller Wolken. Also genau die passende Konstellation, um die Art von Fotos zu machen, die mir so gut gefallen.

Dabei kam auch wieder der HiTech 10 Stop Filter zum Einsatz. Diesmal habe ich die Fotos nicht in Schwarz-Weiss umgewandelt, weil mir die Farben wirklich gut gefallen. Auch den heftigen Blaustich, den dieser Filter erzeugt, habe ich kaum korrigiert. Ich fand den diesmal einfach sehr passend.

Eine unerwartete Begegnung...

und ein bisschen Industriekultur. Ich war an der Henrichshütte in Hattingen unterwegs, um noch einen Film mit der Pentacon Six zu belichten und auch um mit der Leica M4-2 noch ein paar Bilder zu machen. Analog bin ich noch in der Experimentier-Phase und probiere verschiedene Filme aus, um die Unterschiede zu erkennen und um meinen persönliche Favoriten zu finden. Den Film in der Leica habe ich noch nicht voll bekommen. Schon komisch, digital sind 36 Fotos ja nichts, aber für einen 36er Film brauche ich lange, um den zu füllen. Das ist auch der Grund, warum hier jetzt erstmal nur Bilder mit der Pentacon zu sehen sind. Mit der kämpfe ich noch immer. Von 5 Filme hatte ich jetzt drei, bei denen sich die Negative zum Teil überlappten. Da zwei vollkommen in Ordnung waren, glaube ich, dass es eher ein Problem beim Einlegen des Films ist. Ich hoffe, der nächste ist in dieser Beziehung wieder besser. Dazu kommt, dass bei den letzten beiden Film ein heller, etwas unregelmäßiger Streifen zu sehen ist. Ich bin mir nicht vollkommen sicher, aber vielleicht ist es ein Licht-Leck. Wenn der nächste Film den gleichen Fehler zeigt werde ich mal beim Kamera-Doc vorbeischauen.

Ich habe das Beste daraus gemacht und eben nur Ausschnitte aus den Bildern verwendet. 

Als ich schon auf dem Rückweg zum Auto war, kam ein Mann entgegen, der mich ansprach und mit sofort die Hand reichte. Auf seinem Telefon hörte er eine Deutschkurs und ich glaube er nutzte unsere Begegnung um eine praktische Lektion einzulegen. Er erzählte mir, dass er aus Syrien sei und gleich in der Nähe in einem Heim wohnt. Ein wirklich höflicher und sehr sympatischer Mann. Nach ein paar Minuten hat er mir angeboten, ein Foto von ihm zu machen. Ich war froh, dass ich noch ein letztes Foto auf dem Film in der Pentacon übrig hatte.

Das war wirklich ein schöne Begegnung zum Abschluss und ich war nach dem Entwickeln des Films froh, dass dieses Negativ brauchbar war.

Einmal...

...Oslo und zurück. Ich habe mich unheimlich gefreut, zusammen mit meiner besseren Hälfte und guten Freunden mein Geburtstagsgeschenk anzutreten und mit der "Color Fantasy" von Kiel nach Oslo und wieder zurück zu reisen.

Erst aus dem "Pott" nach Kiel fahren, von dort dann mit einer (riesigen) Fähre nach Oslo und nach kurzem Aufenthalt, der genau für eine kurze Stadtrundfahrt reicht, wieder mit der Fähre zurück nach Kiel und anschließend wider mit dem Auto in die Heimat.  Ja, dass ist schon irgendwie ein bisschen verrückt, aber was soll ich sagen, es machte uns richtig viel Spaß!
Und eines haben wir uns vorgenommen: Die Tour machen wir noch einmal, aber mit ein paar Tagen Aufenthalt in Oslo, denn Die Stadt hat uns auf Anhieb gefallen und wir wollen noch mehr davon sehen.

Das Wetter hätte ich mir ein bisschen freundlicher gewünscht, aber man kann halt nicht alles haben. Trotzdem habe ich die Kamera(s) nicht in der Tasche gelassen und das beste daraus gemacht. Zeitweise war es so windig an Deck, dass ich mit 200mm Brennweite schon etwas kämpfen musste. Das war eine der wenigen Situationen, in denen ich mir ein 70-200mm mit Bildstabilisierung gewünscht habe. Aber da ich ohnehin meistens, und auch bei dieser Gelegenheit, mit kürzeren Brennweiten fotografiere, war das Fehlen des Stabilisators zu verschmerzen. Der Oslo Fjord bietet auch ohne Sonnenschein viele schöne Motive und es lässt sich vom Schiff auch prima mit der verschiedenen Brennweiten experimentieren. 

Wie erwähnt hatten wir in Oslo selbst nur begrenzte Zeit, was ich besonders im Vigeland-Park schade fand, denn alleine in diesem Park könnte ich Stunden oder Tage mit fotografieren verbringen.  Die Skulpturen dort haben mich sehr beeindruckt.

 

Neulich...

...haben wir übers Wochenende die liebe Yvonne und die liebe Grit in Erfurt besucht und einen Ausflug ins Umland unternommen.  Nachdem wir das Panorama Museum bestaunt hatten - Fotografieren war im Inneren leider nicht erlaubt - und das Kyffhäuser Denkmal nicht weit vom Museum entfernt ist, haben wir uns diese beeindruckende Landmarke angesehen.

Als Motiv gibt dieses Denkmal auch eine Menge her und auch wenn die rötliche Farbe der Steine eher ungewöhnlich und interessant ist, habe ich viele Bilder wieder schwarz-weiss bearbeitet. Ich mag die Wirkung einfach. Trotzdem habe ich auch noch ein paar in Farbe entwickelt.

 

 

Weihnachten...

...ist vorüber und ich habe Zeit, mal wieder mit der Kamera durch den Wald zu pirschen. Mein Ziel war das Muttental, und dort eine ganz bestimmte Lichtung. Ich habe dort schon am Anfang dieses Jahres fotografiert (Endlich...).  Obwohl es dort doch recht trostlos aussieht., mit alldem umgeknickten und vertrocknetem Farn mag ich diesen Ort. Gestern war es dort wieder wunderbar ruhig. Das ist es allerdings nicht immer, denn der Pfad um dort hin zu gelangen ist ein beliebter Trail für Mountainbiker.

Ich hatte schon eine gewisse Vorstellung, was und wie ich dort fotografieren wollte und so griff ich statt zu meinen Standard-Objektiv (24-70mm) zum 85mm 1.8 AF-D. Ich finde, die Brennweite ist nicht nur für Portraits geeignet, ich mag sie auch sehr gerne bei Landschafts- und Natur-Aufnahmen. Gerade den Look bei Offenblende finde ich klasse, was nicht zuletzt an der heftigen Vignettierung liegt. Die finde ich nicht nur nicht störend, sondern trägt für mich entscheidend zum Charakter der Bilder bei.

Nur bei den Fotos der Pilze (Pilze habe ich um diese Jahreszeit auch noch nicht fotografiert!) griff ich lieber zum 105er Macro weil ich mit dem 85er nicht den Ausschnitt bekommen habe, den ich mir vorgestellt habe. Abgesehen davon ist das 105er ein hervorragendes Objektiv, dass ich viel zu selten nutze. Ich sollte es öfter mitnehmen.

Ein Blick...

...in das eigene Archiv fördert manchmal bisher unbeachtete Schätze zu Tage. Auf den ersten Blick zu einfach, zu profan. Doch auf den zweiten (oder fünften) Blick entfaltet sich die Magie.

So erging es mir bei diesem Bild, als ich nochmal die wenigen Fotos, die ich dieses Jahr gemacht habe, angesehen habe.

Die Szene ist nicht weiter spektakulär. Wir waren schon wieder auf der Rückreise und schnappten auf der Fähre von Newcastle nach Amsterdam kurz vor dem Ziel ein wenig frische Luft an Deck. Die Nikon war schon eingepackt ich hatte "nur" dieFuji X100s zur Hand. Wir durchfuhren eine Nebelbank, durch die die Sonne nur als diffuser Schein zu erahnen war, aber dennoch einen schönen Schein auf dem ruhigen Meer hinterließ. Der Nebel schien auch alle Geräusche, samt denen der Schiffsdiesel, zu verschlucken. Auf mich strahlt dieses Bild eine unglaubliche Ruhe aus, fast schon meditativ.

Ich frage mich, wie es wohl an einer Wand wirkt. Nein, frage ich mich nicht wirklich. Es wird seinen Platz finden.

Wege und Bäume...

...die ich schon oft gegangen bin und schon oft gesehen habe,  und dennoch finde ich immer wieder Motive, die mir gefallen. Ein bisschen Tristesse durch die (beinahe) menschenleere Szene, dass ist die Idee. Fast immer aus einer niedrigen Perspektive, geringer Schärfentiefe und eine mal mehr, mal weniger betonte Vignettierung. Ich mag diesen Look sehr. Einen großen Beitrag leistet dabei das 85er 1.8 AF-D Objektiv. Obwohl es für heutige Maßstäbe einige technische Schwächen hat, benutze ich es sehr gerne. Gerade die starke Vignettierung bei Offenblende macht für mich einen großen Teil des Charakters des Objektivs aus. Auf die teilweise wirklich heftigen chromatischen Abberationen könnte ich dagegen gut verzichten. Zum Glück lassen diese sich nachträglich gut entfernen.

Zum Schluss habe ich noch ein bisschen mit der Brenizer Methode gespielt. Ihre Stärken kann diese Methode bei diesem Motiv sicher nicht ausspielen, aber es war eine gute Möglichkeit eine weitwinklige Aufnahme mit dem 85er Objektiv zu erstellen. Außerdem hat es Spaß gemacht. ;-)


Hitzeschlacht...

...bei Bochum Total und Luxuslärm heizt mächtig ein. Als ich im Bochumer Bermudadreieck aus dem U-Bahn Untergrund ins Freie kam gab es erst mal einen mit dem "Hämmerchen". Wow, die Wärme an der "frischen" Luft treibt mir sofort den Schweiß auf die Stirn, aber ich hatte Nachmittags gelesen, dass "Luxuslärm" kurzfristig für die verhinderte Band "Twin Atlantic" eingesprungen ist. Luxuslärm hatte ich noch die live gesehen, und wollte mir diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen.

Hut ab, mit wieviel Power die Musiker und allen voran Jini Meyer trotz der Hitze Gas gegeben haben.

Leider darf bei Bochum Total nur bis 22:00 Uhr gespielt werden - zum Schutz der Anwohner. Auch wenn ich gerne noch ein paar Stücke mehr gehört hätte und die Band auch den Eindruck machte, gerne noch weiter spielen zu wollen, muss man diese Regelung einfach akzeptieren. Das Fällt auch gar nicht so schwer, wenn man sich mal in die Situation der Anwohner hineinversetzt.

Bochum Total bietet auch die Möglichkeit, ohne Akkreditierung mit der Kamera relativ nah an die Künstler heranzukommen und auch und auch die Ausrüstung beim Fotografieren einzusetzen, die man als Besucher bei "normalen" Konzerten nicht ins Stadion oder die Halle bekommt. Die Kompaktkamera blieb daher zu Hause und die DSLR nebst Tele kam zum Einsatz.

Ich denke, es ist mir gelungen, ein bißchen der Energie auf der Bühne festzuhalten. Entscheidet selbst.

Der Landschaftspark-Nord...

...in Duisburg ist wohl eine der meistfotografierten Orte im Ruhrgebiet. Dies hat er sicher der durchaus imposanten Beleuchtung zu verdanken. Jetzt war ich auch einmal dort. Sonst bin ich ja meistens alleine unterwegs, dieses mal aber mit einer kleinen Gruppe netter, ebenfalls fotobegeisterter Leute. Spaß hat es gemacht und ich konnte schonmal ein paar Eindrücke gewinnen. Trotzdem muß ich da irgendwann nochmal alleine mit etwas mehr Muße und Zeit hin. Ich frage mich auch, ob es nicht auch ohne Beleuchtung, zu einer anderen Tageszeit nicht vielleicht noch reizvoller wäre.

Rügen...

...ist immer eine Reise wert. Diese hatte ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und es war einfach super. Seitdem ist schon fast wieder ein Monat vergangen und mehr als überfällig, hier ein paar der dort entstandenen Fotos zu zeigen.

Im Gegensatz zu den London-Fotos ganz bewust nicht in einem einheitlichen Stil bearbeitet - naja, die meisten schon - sondern teilweise mit sehr geättigten Farben, wie z.B. bei den Sonnenuntergängen. Sicher nichts jedermanns Sache, aber hier hat es mir gefallen auch mal etwas extremer zu werden.

Motive gibt es Rügen jedenfalls ohne Ende und es steht fest, dass wir wiederkommen werden. Ganz sicher.

Hotel "Alexa", unsere Basis für wunderschöne Tage

Allgegenwärtige Strandkörbe

Die Seebrücke von Sellin

Strand bei Prora

Raps-Felder am Kap Arkona

Diesmal eine etwas extremere Farbgebung. Kitschig? Postkarten? So what!

Diese Gesellen sollte man im Auge behalten und rechtzeitig in Deckung gehen.

Kreidefelsen.


Selten...

...habe ich mich so über einen Kommentar unter einem meiner Fotos gefreut, wie über den folgenden, den Stephan Bolle hinterließ.

Ich stieg empor, in einem Meer aus Beton, nur um zu zeigen, was eine Kraft, meine Mutter mir gegeben hat....
(Stephan Bolle)

Man sagt ja im Allgemeinen, ein Bild oder Foto soll für sich selbst sprechen, aber Stephans Text verleiht dem Ganzen noch eine ganz neue Dimension. Toll!


Die Ruhrtalbrücke...

...sehe ich sonst immer nur aus der Autofahrer-Perspektive, wenn ich sie auf dem Weg zur Arbeit überquere (A52). Ich hatte aber schon lange vor, mir das ganze mal von unten anzusehen. Die gefundene Perspektive fand ich prima, allerdings war es auch eine extreme Gegenlichtsituation. Deshalb habe ich eine paar Belichtungsreihen gemacht - das Ganze natürlich mit der Kamera auf dem Stativ - um später passende Belichtungen auszusuchen, in Photoshop als Ebenen übereinanderzulegen und per Ebenenmasken zu überblenden. Die Schwarz-Weiß Konvertierung habe ich dann mit SilverFX Pro 2 vorgenommen gefolgt von Feintuning an den Kanten der Ebenenmasken und einigen Akzenten im Vorder- und Hintergrund.


Ein Ausflug...

in die analoge Fotografie. Ich hatte einfach mal Lust, eine anloge Mittelformatkamera auszuprobieren. In meinem Fall fiel die Wahl auf eine Mamiya 645 Super, die relativ günstig zu bekommen ist. Ich wollte auch mal ausprobieren, Schwarz-Weiß Filme selbst zu entwickeln. Für die alten Hasen sicher ein alter Hut, für mich eine ganz neues, unbekanntes Feld. Und es macht mir Spaß. Es war schon spannend, ob überhaupt etwas auf dem entwickelnten Film zu sehen ist und ich war froh, dass etwas - in meinen Augen - brauchbares dabei heraus kam. Natürlich nicht perfekt, aber das war mir auch nicht wichtig. Es geht mir dabei um den Spaß und nicht um das perfekte Foto. Ich mag auf jeden Fall den langsamen Prozess, der sich vom Fotografieren bis zu Scannen der Negative zieht. So wird das kein einmaliger Ausflug bleiben, sondern von Zeit zu Zeit seinen Platz bei mir finden.

Der historische Jahrmarkt...

...der seit einigen Jahren in der Jahrhunderthalle in Bochum stattfindet, hatte dieses Jahr ein weiteres Highlight zu bieten - den Steampunk Jahrmarkt. Die Exponate der vielen Aussteller waren wirklich faszinierend und man konnte ihnen in jedem Detail ansehen, wieviel Mühe und Herzblut die Erbauer hineingesteckt haben. Das gleiche gilt für die Kleidung der Besucher. Einfach unglaublich! Ich war wirklich überrascht, wie viele in wunderschönen, phantasievollen Outfits erschienen sind. Das ganze trug zu einer tollen Stimmung bei, die vorher noch nicht auf dem historischer Jahrmarkt erlebt hatte. Aufgrund des großen Erfolgs der Varanstaltung darf man hoffen, dass diese nicht nur wiederholt wird, sondern noch ausgedehnt wird. Beim nächsten mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Impressionen:


Industrie und Kultur...

...treffen im Ruhrgebiet an unzähligen Orten zusammen. Viele alte Industriegebäude sind heute nicht nur Denkmäler einer bewegenden Geschichte sondern auch Orte, an denen Kultur in vielen verschiedenen Formen stattfindet. Mal sind es Museen, mal bilden sie die eindrucksvolle Kulisse für Konzerte, Theater und viele andere Veranstaltungen und machmal beides zusammen.

Letzte Woche hat ich zusammen einer Gruppe anderer Fotografie-Fans die Gelegenheit, an einem dieser Orte zu Fotografieren - dem Schacht Oberschuir aus dem Zechenberbund Consolidation in Gelsenkirchen.

Eine tolle Kulisse, interessante Detils, einfach jede Menge Motive sind dort zu finden. Eine super Location für Portraits etc. ist es ganz sicher auch. Vielleicht ergibt sich ja mal etwas.

London...

...ist eine faszinierende Stadt. Groß, wuselig, britisch, international, modern und doch voller Geschichte. Letztes Jahr waren wir für eine knappe Woche dort, meine bessere Hälfte und ich. Sie war zum ersten mal in London, ich erst zum zweiten mal und das war auch schon eine gefühlte Ewigkeit her. So standen einige typische Touristen-Attraktionen auf unserem Programm und es war klasse. Ja, es gibt sicher auch ein paar schöne Ecken, in die sich die normalo Touristen (also wir) nicht hin verirren, aber London Eye, Tower, Tower Bridge und Madame Tussauds haben auch ihren Reiz - trotz der langen Schlangen und der gesalzenen Eintrittspreise.

Klar, dass ich auf einem solchen Städte Trip meine Kamera nicht zu Hause lasse, denn ein paar Erinnerungen möchte man gerne in Form von Fotos festhalten und auch der Familie, Freunden und Bekannten zeigen. Weil das zeigen auf einem Tablet, dem Computer Monitor oder dem Fernseher zwar einfach und praktisch sein kann, ich aber Fotos auch gerne auf Paper in der Hand habe, hatte ich mir auch wieder vorgenommen ein Buch mit einigen Bildern zu füllen.

Ein paar Monate habe ich es dann aber doch vor mich hingeschoben, endlich die Fotos ausgesucht und bearbeitet. Dabei habe ich alle mit einer relativ warmen aber nicht zu extremen Tonung versehen. Mein erstes Projekt, bei dem die Software Exposure 6 zum Einsatz kam. Ein tolles Stück Software, das sehr gut in Lightroom und Photoshop integriert ist. Verführt aber manchmal auch zu sehr zum Spielen.

Eine weitere Premiere war, dass ich dem Lightrooms Buch Modul und damit auch Blurb eine Chance geben wollte. Sonst bestelle ich meine Bücher eher bei Saal Digital oder Cinebook, weil ich dort mit der Qualität und der Art der Bindung sehr zufrieden bin. Zudem finde ich deren Software brauchbar und flexibel, so dass ich erst einmal InDesign bemüht habe und das auch eher aus Spieltrieb und "das mal machen wollen", als das es wirklich nötig gewesen wäre. Aus diesem Grund hatte mich das Buch Modul bisher kalt gelassen.

Um schon mal ein Fazit vorwegzunehmen, für meinen Geschmack hat das Buch Modul noch einen weiten Weg vor sich. Angenehm ist, das man die Erstellung eines Buches einfach in seinen Workflow einbinden kann. Die Fotos in schnellem Zugriff geht es recht zügig von der Hand. Was die Gestaltung der Seiten angeht, wird man aber in ein sehr enges Korsett gequetscht. Es gibt zwar eine ganze Reihe von Layout Vorlagen, aber in denen kann man lediglich die Größen der Text und Bildboxen anpassen. Freies Positionieren? Fehlanzeige! Das man die in diesen engen Grenzen geänderten Layouts als Benutzer definiert abspeichern kann, wurde bei der Vorstellung von LR 5 als großer Fortschritt gefeiert. Da ich die Integration in LR grundsätzlich gar nicht schlecht finde, hoffe ich sehr, dass an dieser Stelle noch kräftig entwickelt wird und vielleicht in einer kommenden Version Möglichkeiten geboten werden, die mit denen der freien Programme der Print- bzw. Belichtungsdienstleister mithalten kann.

Ein weiteres Plus wäre auch, wenn außer Blurb noch andere Anbieter zur Auswahl stünden, oder sich die Seiten Größen frei definieren und das Buch dann als weiterverwertbares PDF exportiert werden ließe, z.B. um es bei anderen Anbietern drucken zu lassen. Ob das kommt? Keine Ahnung, aber mir würde es sehr gefallen.

Zum fertigen Buch. Ich bin zufrieden. Ich hatte schon sehr gemischte Meinungen zu Blurb gehört oder gelesen. Die einen waren begeistert, die anderen zu Anfang enttäuscht, hatten aber bei Fehldrucken relativ unbürokratisch einen neuen Druck bekommen.

Ich habe bei meinem Buch keinen Fehler festgestellt. Das Papier fühlt sich gut an, die Farben sind in Ordnung, so wie ich sie erwartet habe. So vom Hocker gehauen, das ich sagen würde, "Ab jetzt nur noch Blurb!" bin ich aber auch nicht, zumal sich der Preis auch eher in den höheren Regionen bewegt und es doch ein paar Tage länger dauert als bei Saal und Cinebook, bis man das fertige Buch in Händen hält. Ich bin mir aber auch sicher, dass es nicht mein letztes Buch war, dass ich dort habe drucken lassen.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos vom Buch. Sicher kann man nicht alles im Detail beurteilen, aber für einen kleinen Eindruck reicht es vielleicht.


Alles ist...

...vergänglich. Auch den Rosen auf unserem Küchentisch blieb das nicht erspart, aber dafür gaben sie nochmal ein sehr schönes und für mich interessantes Motiv ab. Das Wetter war auch noch gnädig und hat mir schönes Fensterlicht spendiert. Dabei ist dieses Bild herausgekommen und ch finde es richtig schön.

 

Dabei wollte ich nur mal kurz mein neues Stativ testen, dass ich gerade erst ausgepackt hatte. Nach langem Überlegen, dem Lesen von dutzenden von Tests, anschauen von ewig vielen Youtube Videos und abwägen, was ich eigentlich will, ist die Wahl auf ein Vanguard 283CT gefallen. Es sollte mindestens so stabil (besser stabiler) und trotzdem leichter als mein altes Alu-Velbon sein, eine gute Arbeitshöhe bieten und möglichst kompakt sein. Ach ja, und es sollte zu einem Preis zu bekommen sein, den ich vor mir selbst gut vertreten kann.

Einen neuen Kopf für das Stativ brauche ich erstmal nicht, da tut es noch mein alter "Giottos". Obwohl, so einer mit Arca-Swiss kompatiblen Wechselplatten wäre schon cool...
Nein! Das hat noch Zeit.

Du meine Güte, wie unüberschaubar groß ist der Markt an Stativen! Sich da durchzuwühlen kostet schon einige Zeit. Irgendwie bin ich dann immer wieder beim Vanguard hängen geblieben. Ja, das Packmaß ist nicht wirklich kompakt, aber immerhin ist es nicht größer als mein altes und dabei eine ganze Ecke leichter. Das macht schonmal was aus. Das man keine Spikes extra kaufen muß fand ich angenehm und die abklappbare Mittelsäule finde ich auch super. Ab und an gehts doch mal in Bodennähe und dann wird das sehr nützlich sein. Eine Tasche war auch dabei, was leider nicht selbstverständlich ist. Ich finde das bei Stativen schon schade, dass die teilweise extra zu kaufen sind. Bei den teilweise heftigen Preise für ein Stativ dürfte ein einfaches, stabiles Täschlein schon dabei sein. Das ist ähnlich ärgerlich, wie Objektive, bei denen die Streulichblende auch nur optionales, gesondert zu bezahlendes Zubehör ist. Hallo liebe Hersteller, dieses Zubehör kostet in der Herstellung im Vergleich zum eigentlichen Produkt nicht wirklich viel und stellt trotzdem einen Pluspunkt beim Kaufentscheid dar. Bei mir wäre das schon ausschlaggebend, wenn ich zwischen zwei ansonsten vergleichbaren Produkten entscheiden muß.

Naja, ich freue mich schon auf den ersten richtigen Outdoor-Test und bin guten Mutes, dass es mich nicht enttäuschen wird.