Im Januar…
…bin ich noch nie zur Burg Isenberg - oder auch Isenburg - hinauf gestiegen. Das letzte mal war ich dort im Mai 2022, bei herrlichem Sonnenschein und es war auch das erste Mal, dass ich dem Weg hinter der Burg über den Bergrücken (wenn man von einem Berg reden mag) weiter gefolgt bin.
Diesen Teil des Waldes fand ich schon damals so interessant, dass dieser dieses Mal mein eigentliches Ziel war, auch wenn die Burg natürlich auch immer wieder schöne Motive bietet.
Nach dem Aufstieg vom Parkplatz unterhalb der Burg, der neben moderaten Anstiegen auch ein paar steilere Passagen enthält, traf ich einen Mountainbiker, der dort mit seiner DJI Neo 2 ein paar Videos gemacht hatte. Aus dem ersten „Hallo“ entwickelte sich eine längere Unterhaltung mit Fachsimpeleien und Erfahrungsaustausch. Ich hoffe, er hat bei der Abfahrt mit der ihn autonom folgenden Drohne (der Begriff „Drohne“ ist in letzter Zeit leider sehr negativ besetzt) noch ein paar coole Video-Sequenzen drehen können.
Da die Sonne langsam zu sinken begann, bin ich - etwas verspätet - zügig Richtung meines eigentlichen Ziels gewandert und musste feststellen, dass es in meiner Erinnerung näher als in der Realität gelegen war. Das hatte zur Folge, dass ich nicht mehr die Lichtstimmung im Wald vorfand, die ich erhofft hatte.
Das Licht der untergehenden Sonne und die den Dunst im Tal konnte ich von hier leider auch nicht nutzen, da ich keine Komposition mit freiem Blick ins Tal finden konnte und der Wald zu dicht, chaotisch und im Vordergrund einfach zu dominant war.
Ein paar Fotos konnte ich dennoch nach Hause bringen, mit denen ich zufrieden bin und die mich motivieren, diesen Ort wieder zu besuchen.
Das ich an diesem Tag so spät dran war, machte den Weg nach unten noch interessant und die Belichtungszeiten immer länger. Ich war froh, dass ich meine Stirnlampe im Fotorucksack hatte, die nicht nur deutlich mehr Licht liefert, als die kleine Funzel des Smartphones, sondern auch den Vorteil bietet, im Falle eines “Falles” beide Hände frei zu haben.