Was mich beschäftigt...

Ein Jahresrückblick? Geht das denn...

…jetzt noch? Warum eigentlich nicht. In den letzten Tagen hatte ich ein bisschen im Lightroom Katalog aufgeräumt und dabei nochmal in den Fotos des vergangenen Jahres 2018 gestöbert. Die Gelegenheit habe ich genutzt, einige Bilder auszusuchen, die ich besonders gerne mag und nicht aufgrund von Clicks, Likes oder Hearts, die sie auf irgendwelchen Kanälen bekommen haben.

Dabei ist eine - zumindest nach Motiven - bunte Mischung herausgekommen, die sowohl digital als auch auf Film aufgenommen wurden.


Neues Jahr,...

…neues Projekt. Im letzen Jahr hatte ich kein “richtiges” fotografisches Projekt. Das letzte Buch (TREES) ist schon fast zwei Jahre alt, also warum nicht mal wieder ein neues in Angriff nehmen.

In den letzten Wochen reifte aber wieder eine neue Idee, zu der mich Bücher des britischen Fotografen Paul Hart inspiriert haben.
Ich will aber natürlich nicht nur kopieren (und maße mir auch nicht an, das zu können), sondern ich möchte meine eigene “Handschrift” erkennen lassen. Ich hoffe, dass es gelingen wird.

Ein paar wenige Parameter stehen jetzt schon fest. Die Bilder im Buch werden wieder schwarz-weiß sein und das Buch wird wieder quadratisch. Aktuell plane ich auch noch, die Bilder für dieses Buch ausschließlich analog und zwar mit der Mamiya RB 67 SD, aufzunehmen. Einfach nur so, weil ich Spaß daran habe.

Aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich dabei auch noch eine Idee zu einem zweiten Projekt in “bunt” und digital. :-)

Es ist einfach zu schade...

…Fotos immer nur digital zu betrachten. Im besten Fall werden sie noch auf einem großen Monitor oder Fernseher angesehen, aber sehr oft auch nur auf den winzigen Smartphone-Displays.

Dabei ist es wirklich ein gutes Gefühl, eigene Bilder in größerem Format an der Wand zu betrachten. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielfältig. Bisher habe ich meistens Drucke (Tintenstrahl) oder klassisch belichtete und im chemischen Prozess entwickelte Varianten genutzt. Es kommt schon etwas auf das Motiv an, welches Medium und Verfahren am besten passt. Natürlich spielt dabei auch der persönliche Geschmack eine große Rolle.

Die Variante “Foto auf Acrylglas” hatte ich bisher noch nie getestet. Ich hatte jetzt die Gelegenheit, dies auszuprobieren. Der in Belgien ansässige Anbieter ZOR, den ich bis dahin nicht kannte, stellte mir dafür freundlicher Weise einen Gutschein für einen Produkttest zur Verfügung.
Ein geeignetes Foto war schnell ausgewählt. Das Prozedere der Bestellung auf der Webseite unterscheidet sich nicht von dem bei anderen Anbietern. Erfreulich ist, dass auf der Website zu allen Produkten ICC-Farbprofile zum Download angeboten werden, die dann z.B. in Lightroom oder Photoshop für einen Softproof genutzt werden können. Nachdem mit Hilfe des Softproofs die letzten Anpassungen am Bild vorgenommen wurden, bleibt nur noch auf der Website das entsprechende Produkt auszuwählen (https://zor.com/de/foto-auf-acrylglas.html), das Bild hochzuladen, das Format auszuwählen (hier: 60x40cm) und das ganze in den Warenkorb zu legen - fast fertig.

Die Eingabe der Daten (Adresse etc.) war ein bisschen sperrig, so funktionierte z,B. die Auswahl eines DPD-Shops, an den die Lieferung erfolgen sollte, nicht. Mag sein, dass dies nur ein Problem mit dem von mir verwendeten Browser (Google Chrome) war, aber denke, das sollte mit jedem Browser funktionieren. Als Option blieb noch die Lieferung nach Hause, was leider etwas teurer ist.

Rund eine Woche nach der Bestellung wurde das Bild geliefert. Das empfindliche Produkt war sehr gut verpackt. eine doppelte Umhüllung aus recht dickem Pappkarton bietet einen sehr guten Schutz während des Transport. Die empfindliche, hochglänzende Oberfläche des Acrylglases war durch eine zusätzliche Folie bestens gegen Kratzer geschützt. Perfekt. So geschützt waren keine Transportschäden zu erwarten und ich habe auch keine gefunden.

Die Farben entsprechenden dem Original und wirken sehr brillant, was sicher auch an der hochglänzenden Oberfläche liegt. Ein Nachteil diese Oberfläche ist, das sie auch extrem spiegelt. Der Platz an, dem das Bild dann an der Wand präsentiert werden soll, will deshalb sorgfältig ausgewählt werden.

Zur Befestigung werden auf der Webseite Klebestreifen vorgeschlagen. Davon bin ich ehrlich gesagt kein Fan. Die Wand bzw. die Oberfläche der Wand muss schon entsprechend beschaffen sein, damit das vernünftig funktioniert. Ich bevorzuge den klassischen Haken in der Wand, oder ein Hänge-System, wie man es aus Galerien kennt.

Ein Merkmal dieses Produktes der Anbieters ZOR habe ich bisher noch nicht genannt und zwar den Preis. Das Foto auf Acrylglas in der Dimension 60x40cm kostet hier 19,99€ (zzgl. 9,95€ Versandkosten). Damit der Preis bei ZOR deutlich unter den Preisen seiner Mitbewerber und ist nicht zuletzt deswegen einen Blick wert.

Zum Schluss noch zwei Bilder des gelieferten Produkts.

Die Streifen im zweiten Bild sind natürlich nicht im Produkt selbst, sondern ergeben sich durch Spiegelungen. Das ist natürlich kein Fehler, sondern eine allgemeine Eigenschaft dieses Produkts und auch der Grund, weshalb ich meine Schwierigkeiten damit habe.

Mein Fazit ist, dass ZOR zu einem sehr günstigen Preis in sehr gutes Produkt anbietet und ich in Zukunft auch andere Varianten bei diesem Anbieter ausprobieren werde.

Fotobücher...

...mache ich eigentlich viel zu selten, dabei sind sie eine tolle Möglichkeit, die Bilder in ansprechender Form zu präsentieren und es macht auf jeden Fall mehr Spaß ein Fotobuch anzuschauen oder Freunden zu zeigen, als mit mehreren Personen hinter einem Monitor zu hocken und Im Schnellverfahren durch einen Wust von Bildern zu klicken.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit(*), ein Fotobuch von Saal-Digital zu testen. Am Freitag hatte ich es gestaltet und hochgeladen und heute wurde es geliefert. Das finde ich schon recht flott, zudem es anscheinend noch einen Tag in irgendeinem Verteilzentrum des Logistik-Dienstleisters schlummerte. Da kann ich also schon einmal nicht meckern.

Aber nochmal zurück zum Anfang. Ich habe mich für das Format 28x28cm entschieden. Moment mal, das klingt vertraut, oder. Die meinen Blog-Artikel vom 18. März 2017 gelesen haben, können sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich damals ebenfalls über ein Fotobuch geschrieben hatte. Das war ebenfalls quadratisch und mit 30x30cm einen Tick größer.
Die Gründe sind die gleichen. Ich finde das quadratische Format einfach extrem gut, um Bilder zu präsentieren, auch wenn die rechteckig sind. Da ich seit einiger Zeit sowieso dazu übergegangen bin nur noch ein Foto pro Seite, bzw. pro Doppelseite zu zeigen, bietet das quadratische Format den Vorteil, dass sowohl Bilder im Hochformat als auch im Queerformat mit den gleichen Dimensionen abgebildet werden können. Bei rechteckigen Formaten zieht das jeweils gegenteilige Bildformat zum Buchformat irgendwie immer den Kürzeren und wird im Vergleich relativ klein dargestellt.

Das Format wäre damit geklärt. Im Weiteren habe ich mich für ein mattes Cover und eine matte Oberfläche für die Innenseiten entschieden. Das ist zum größten Teil einfach Geschmackssache. Ich mag matt einfach lieber, außerdem nervt es mich wahnsinnig, wenn die Seiten bei bestimmten Lichtsituationen so glänzen und spiegeln, dass man die Bilder nicht mehr wirklich gut sehen kann. Ach ja, matt kostet 5.-€ weniger. Das passt mir gut.
Bei der Auswahl sagt die Software (zu der später noch mehr), das matte Cover sei für dunkle Motive nicht geeignet. Naja, mein Coverbild ist weder ganz hell noch in allen Teilen stockdunkel. In den dunklen Bereichen ist mir allerdings nichts Negatives aufgefallen. Das müsste man vielleicht wirklich mal mit einem sehr dunklen Bild sehen. Das Cover wählte ich unwattiert. Auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich mag wattierte Cover nicht sonderlich und außerdem kostet es 5.-€ Aufpreis. Es gibt noch etliche andere Cover Variationen in Lederoptik, Metallic, Holzoptik oder Leinen, die jeweils 20€ Aufpreis kosten. Wie gut die aussehen kann ich nicht beurteilen. Mein Bauch sagt mir aber, dass ich im Fall der Fälle Leinen wählen würde und dann entweder weiß oder "Eierschale". Die Farben hellrosa oder hellblau kann ich mir für "mein" Fotobuch nicht vorstellen und selbst für ein Fotobuch anlässlich einer Geburt, wäre mir das doch etwas zu viel Klischee.

Ohne Barcode kostet 5.-€ extra. Ich will das Buch nicht verschenken, also lasse ich ihn drin und spar den Fünfer. Dazu muss ich sagen, dass der Barcode winzig ist und nicht wirklich stört. Das hatte ich bei einem anderen Dienstleister auch schon einmal anders, bei dem man seinerzeit nicht mal gegen Bezahlung auf ein prominentes Logo verzichten wollte.
Eine Geschenkverpackung lasse ich weg. Die ist zwar klasse, aber mit 20.-€ auch kein Schnäppchen. Wenn es ein besonderes Geschenk sein soll, dann kann man das aber auch mal machen.

Die Mindestanzahl der Seiten ist 26 und da ich nur testen möchte, belasse ich es dabei.

Diese gewählten Optionen summieren sich auf 39,95€. Das finde ich persönlich nicht zu teuer und bewegt sich durchaus im üblichen Rahmen. Es gibt günstigere Anbieter, aber auch teurere.

Mit einem Klick auf "gestalten" geht es weiter. Dort wähle ich eine "Leere Vorlage" denn eins ist sicher, ich will die volle Kontrolle und mag mich nicht auf irgendein automatisches Layout verlassen. Vielleicht wäre das eine Option, wenn man mal schnell ein Buch mit den 1500 Fotos vom letzten Urlaub machen will? Nein. Da reduziere ich doch lieber die Zahl der Bilder auf ein vernünftiges Maß, investiere die Zeit und gestalte das Layout selbst. Und auch bei einer Leeren Vorlage kann man noch auf dutzende fertige Layouts für einzelne Seiten zurückgreifen, um den Aufwand im Rahmen zu halten. Eigene Layouts kann man übrigens abspeichern, was ich auch genutzt habe. Auf die Möglichkeiten beim Layout gehe ich nicht weiter ein. Es sei nur so viel gesagt, das alle wesentlichen Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden sind. Container für Bilder und Text sind frei positionierbar, die Gestaltungsmöglichkeiten für Text sind nicht üppig, aber für viele Fälle absolut ausreichend. Und noch so ein Geschmacks-Ding. Die Hintergründe! Ganz ehrlich, bei den meisten läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken, so grausam sind die. Da ist mein Motto weniger ist mehr und ich beschränke mich auf einen einfarbigen Hintergrund. In diesem Fall ist er weiß. Aus dem gleichen Grund nehme ich das Vorhandensein von Clip Arts zur Kenntnis und vergesse es gleich wieder. Wie schon erwähnt sind zahlreiche Layout vorhanden, von denen viele auch brauchbar sind. Für mich sind dabei nur die aus der Rubrik schlicht interessant, aber jeder so wie er mag. Bei dem Test-Buch verwende ich nur eigene Layouts. Wenn man es mit der Kontrolle auf die Spitze treiben möchte, hat man auch noch die Möglichkeit, das Buch in einem anderen Layout-Programm wie z.B. InDesign zu gestalten und dann als PDF bei Saal-Digital in die Produktion zu geben. Soweit ich gesehen habe, gibt es dafür auch Templates für die verschiedenen Formate und Seitenzahlen, die man von der Website herunterladen kann.

Die Bilder, die ich im Buch habenwill, habe ich vorher als JPEG in einen eigenen Ordner gespeichert, was die Handhabung sehr einfach macht. Außerdem sind alle im Farbraum sRGB. Ich bin mir nicht sicher, ob die ansonsten automatisch umgewandelt werden, aber sicher ist sicher.

Ich habe mir am Anfang eigene Layouts gebaut jeweils einmal Hoch- und Querformat auf der linken und rechten Seite, Hoch- und Querformat auf beiden Seiten und die Kombinationen von beiden. Zum Schluss noch ein Layout mit einem Bild-Container über eine Doppelseite, denn damit wollte ich auch die Layflat-Bindung testen.

Also die Layouts auf die Seiten platziert und die Bilder in den Container untergebracht und dann, ja dann ist es passiert. Ein Foto habe ich doch tatsächlich zweimal im Buch untergebracht und meine Qualitätskontrolle vor dem Hochladen war wohl - nun ja - ausbaufähig. Verflixt, dass wäre dem automatischen Layout sicher nicht passiert. ;-) Aber was solls. Auch beim nächsten Mal will ich wieder alles selber machen, dann aber besser aufpassen.

Jetzt aber zum fertigen Buch. Dieses kam sehr gut verpackt bei mir an. Die äußere Hülle bildet ein Umschlag aus festem Karton. Die zweite Schicht besteht aus eine Tasche aus schaumstoffartigem, polsternden Material. Zu guter Letzt war das Buch noch in eine feste Plastikhülle eingeschweißt, was auch vor Feuchtigkeit sehr gut schützen sollte.

Die matte Oberfläche des Covers hat eine - wie ich finde - sehr angenehme Haptik und fühlt sich samtig an. An der Verarbeitung habe ich nichts auszusetzen. Alle Kanten sind sauber und alles ist sogfältig verklebt. Das sollte auch nach längerer Zeit und oftmaligem Durchblättern noch gut aussehen. Die matte Oberfläche der Innenseiten gefällt mir gut, könnte für mich vielleicht sogar noch einen Tick matter sein. Schreibtischlampe und Reflexionen auf den Seiten und so. Aber auch die Haptik der Seiten ist gelungen. Sie haben eine gewisse Dicke, was vielleicht nicht bei jedem gut ankommt, mich stört es aber nicht. Die Farben sind brilliant und die Layflat Bindung spielt vor allem bei dem Bild über eine Doppelseite ihre volle Stärke aus.

Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und ich würde das Fotobuch von Saal-Digital auf jeden Fall weiterempfehlen, sei es für die Fotos vom letzten Urlaub, der Hochzeit oder anderen Anlässen.

Etwas schade finde ich, dass man nur zwischen dem glänzenden und dem matten Fotopapier wählen kann. Ich wünschte mir hier noch die Möglichkeit zwischen verschiedenen Papieren auswählen zu können. Dafür würde ich auch auf die Layflat-Bindung verzichten können. Aber vielleicht ist das dann auch ein ganz anderes Produkt.

Damit man auch sieht, über was ich hier geschrieben habe kommen jetzt noch ein paar Bilder vom Buch.

Nach dem Umschlag aus Pappe, die zweite, gut gepolsterte Hülle.

Und noch eine Schutzschicht, die helfen sollte, wenn der Paketdienst das Paket mal im Regen liegen lässt.

Zum Schluss noch die in dem Buch enthaltenen Bilder.

 

* Ich habe von Saal-Digital einen 40,-€ Gutschein erhalten, der mir diesen Test ermöglichte. Das Ergebnis meines Tests wurde dadurch aber nicht beeinflusst und gibt meine persönliche Meinung zu diesem Produkt wieder.

 

 

Quadratisch...

...sollte es sein und auch von relativ großem Format sollte es sein, mein neues Fotobuch. Das Quadratische Format mag ich, weil darauf Queerformat- als auch Hochformat-Bilder gleichermaßen gut zur Wirkung kommen und quadratische Bilder natürlich erst recht. Außerdem sollten die Seiten groß genug sein, um den Fotos genug Raum zu bieten. Beim Layout habe ich mich deshalb auch entschieden, bis auf wenige Ausnahmen, nur ein Foto pro Doppelseite zu zeigen.

Bäume üben schon lange eine Faszination auf mich aus. Von jungen, zerbrechlichen, die sich ihren Platz unter all den anderen Pflanzen und gegen Wind und Wetter ihren Platz erobern, oder untergehen, bis zu knorrigen, alten Zeugen der Geschichte. Für mich macht es dabei keinen Unterschied, ob es dabei um einen Baum von außergewöhnlicher Schönheit, Form und Makellosigkeit handelt, oder um einen Baum, dem man die überstandenen Unwetter ansieht. Manchmal sind es sogar tote Bäume, die eine besondere Präsenz ausstrahlen.
Ich war in den letzten Jahren immer wieder in verschiedenen Wäldern unterwegs, um dort zu fotografieren. Ein paar Orte habe ich dabei immer wieder aufgesucht. Das ist z.B. das Muttental in Witten oder der Harkortberg in Wetter. Beides sind Orte, die mich besonders ansprechen und an denen ich immer wieder tolle Motive finde. Ein Buch aus den Bildern zu erstellen war zu Anfang gar nicht geplant. Die Idee, das Konzept bzw. die Art der Bilder hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Deshalb sind in diesem Buch sowohl Bilder enthalten, die vor der Idee des Buches entstanden sind, als auch solche, die ich gezielt für dieses Buch erstellt habe. Im Laufe dieses Prozesses ist dann auch die Entscheidung gefallen, ausschließlich Schwarz-Weiß Bilder zu verwenden. Ich finde einfach, dass die Reduktion auf Schwarz-Weiß eine ganz besondere Ästhetik mit sich bringt. Die meisten Fotos in diesem Buch sind digital erstellt und erst in der Nachbearbeitung in Schwarz-Weiß Bilder umgewandelt worden. Manche sind aber auch mit analogen Kameras und  Schwarz-Weiß-Film erstellt worden. Der Grund dafür ist nicht ein bestimmter Look, sondern nur, weil es einfach Spaß macht.

Technisch umgesetzt habe ich das Buch in Lightroom. Das Buch-Modul hatte ich schon einmal ausprobiert (London 2014) und wollte sehen, ob das Buch-Modul in den letzten Lightroom-Versionen besser geworden ist. Wie schon damals gefällt mir der Ansatz, von der Verwaltung und Bearbeitung bis zum Layout alles in einem Programm machen zu können ausgesprochen gut. Leider legt man sich dabei aber auch gleich auf einen Dienstleister fest, der das Buch tatsächlich zu Paper bringt. Dabei ist gegen die Qualität, die Blurb dabei bietet durchaus gut. Mehr Auswahl wäre aber durchaus wünschenswert und technisch sicher auch nicht besonders schwierig umzusetzen. Da technische Gründe aber wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle spielen, habe ich wenig Hoffnung, dass sich daran in Zukunft etwas ändern wird.
Enttäuschender finde ich, dass es immer noch nicht möglich ist, Seitenlayout vollkommen frei zu entwerfen, so wie es in so ziemlich jeder Software von Fotobuch-Anbietern möglich ist. Es gibt zwar eine Menge vordefinierter Layouts, diese lassen sich aber nur minimal anpassen.
Mein Eindruck ist, dass Adobe nicht besonders viel Zeit in das Buch-Modul investiert. Ich würde es auf jeden Fall begrüßen, wenn die Möglichkeiten in Zukunft ausgebaut werden.
Im Vergleich zu meinem ersten Fotobuch, dass ich bei Blurb bestellt hatte, war die Lieferzeit diesmal deutlich kürzer. Toll. Technische Fehler bzgl. Druck oder Schnitt konnte ich nicht feststellen und das Papier "ProLine unbeschichtet" passt hervorragend zu den Bildern. Mit dem Ergebnis bin ich rundum zufrieden und es mach Spaß, die Fotos nicht nur auf dem Bildschirm zu betrachte sondern ein Buch in Händen zu halten und darin zu Blättern.

Hier ist der Link zum Buch TREES und ein paar Bilder davon.

Leicht zu übersehen...

...sind so manche Details am Strand und sehr vergänglich sind sie auch. Viele davon sind von Wind und Wellen geschaffen und sind vielleicht Minuten später schon wieder vergangen. Manche verblühen im wahrsten Sinne des Wortes. Manche sind komplex, chaotisch und mache minimalistisch und ruhig. Gemein ist allen, dass wir meistens achtlos daran vorbeilaufen, weil das Gesamtbild, der Ausblick auf das Meer und die Landschaft so viel beindruckender erscheint.

Ich mag sie sehr.

Einmal...

...Oslo und zurück. Ich habe mich unheimlich gefreut, zusammen mit meiner besseren Hälfte und guten Freunden mein Geburtstagsgeschenk anzutreten und mit der "Color Fantasy" von Kiel nach Oslo und wieder zurück zu reisen.

Erst aus dem "Pott" nach Kiel fahren, von dort dann mit einer (riesigen) Fähre nach Oslo und nach kurzem Aufenthalt, der genau für eine kurze Stadtrundfahrt reicht, wieder mit der Fähre zurück nach Kiel und anschließend wider mit dem Auto in die Heimat.  Ja, dass ist schon irgendwie ein bisschen verrückt, aber was soll ich sagen, es machte uns richtig viel Spaß!
Und eines haben wir uns vorgenommen: Die Tour machen wir noch einmal, aber mit ein paar Tagen Aufenthalt in Oslo, denn Die Stadt hat uns auf Anhieb gefallen und wir wollen noch mehr davon sehen.

Das Wetter hätte ich mir ein bisschen freundlicher gewünscht, aber man kann halt nicht alles haben. Trotzdem habe ich die Kamera(s) nicht in der Tasche gelassen und das beste daraus gemacht. Zeitweise war es so windig an Deck, dass ich mit 200mm Brennweite schon etwas kämpfen musste. Das war eine der wenigen Situationen, in denen ich mir ein 70-200mm mit Bildstabilisierung gewünscht habe. Aber da ich ohnehin meistens, und auch bei dieser Gelegenheit, mit kürzeren Brennweiten fotografiere, war das Fehlen des Stabilisators zu verschmerzen. Der Oslo Fjord bietet auch ohne Sonnenschein viele schöne Motive und es lässt sich vom Schiff auch prima mit der verschiedenen Brennweiten experimentieren. 

Wie erwähnt hatten wir in Oslo selbst nur begrenzte Zeit, was ich besonders im Vigeland-Park schade fand, denn alleine in diesem Park könnte ich Stunden oder Tage mit fotografieren verbringen.  Die Skulpturen dort haben mich sehr beeindruckt.

 

Weihnachten...

...ist vorüber und ich habe Zeit, mal wieder mit der Kamera durch den Wald zu pirschen. Mein Ziel war das Muttental, und dort eine ganz bestimmte Lichtung. Ich habe dort schon am Anfang dieses Jahres fotografiert (Endlich...).  Obwohl es dort doch recht trostlos aussieht., mit alldem umgeknickten und vertrocknetem Farn mag ich diesen Ort. Gestern war es dort wieder wunderbar ruhig. Das ist es allerdings nicht immer, denn der Pfad um dort hin zu gelangen ist ein beliebter Trail für Mountainbiker.

Ich hatte schon eine gewisse Vorstellung, was und wie ich dort fotografieren wollte und so griff ich statt zu meinen Standard-Objektiv (24-70mm) zum 85mm 1.8 AF-D. Ich finde, die Brennweite ist nicht nur für Portraits geeignet, ich mag sie auch sehr gerne bei Landschafts- und Natur-Aufnahmen. Gerade den Look bei Offenblende finde ich klasse, was nicht zuletzt an der heftigen Vignettierung liegt. Die finde ich nicht nur nicht störend, sondern trägt für mich entscheidend zum Charakter der Bilder bei.

Nur bei den Fotos der Pilze (Pilze habe ich um diese Jahreszeit auch noch nicht fotografiert!) griff ich lieber zum 105er Macro weil ich mit dem 85er nicht den Ausschnitt bekommen habe, den ich mir vorgestellt habe. Abgesehen davon ist das 105er ein hervorragendes Objektiv, dass ich viel zu selten nutze. Ich sollte es öfter mitnehmen.

Rügen II

Der letzte Urlaub ist schon wieder ein paar Wochen her und erst jetzt finde ich die Muße ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Aus beruflichen Gründen habe ich meinen Vorsatz, regelmäßig und in nicht allzu großen Abständen zu posten, nicht durchgehalten. Dabei war es nicht einmal die fehlende Zeit, als vielmehr die um andere Dinge als die Fotografie kreisenden Gedanken, die mir im Weg standen. Aber so langsam ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen und ich bekomme den Kopf wieder frei.

Im September waren wir also zum zweiten mal in diesem Jahr für ein paar Tage auf Rügen. Mit dem Wetter hatten wir wieder Glück, denn es war kein Tag dabei, an dem wir nicht vor die Tür gehen konnten und so haben wir zahlreiche lange Spaziergänge unternommen. Das war sehr entspannend!

Meine Kamera hatte ich natürlich auch immer dabei. Ich hatte fast alle meine Objektiven mitgebracht, vor Ort habe ich dann aber doch immer nur das "kleine Gepäck" mitgenommen, das neben der D800 meist aus dem 14-24mm, 24-70mm und einem 85mm bestand. Auch zu Hause ist diese Kombination oft meine erste Wahl.  In letzte Zeit ertappe ich mich auch immer öfter dabei, dass mich die neuen Festbrennweiten von Sigma und seit kurzem auch die angekündigten Tamrons viel mehr interessieren als neue Zooms. Alles jenseits von 300mm interessiert mich gar nicht mehr. Diese brauche ich für meine Motive einfach nicht.

Aber genug der Technik. Hier sind ein paar meiner Lieblingsfotos aus diesem Urlaub. Ich hoffe, dass sie nicht nur auf mich wirken, weil ich mich an die schönen Momente erinnere, sondern auch auf andere Betrachter, die sich vielleicht beim Anblick der Bilder auch nach Ruhe, Landschaft und Meer sehnen, oder in den Erinnerungen an den eigenen Urlaub schwelgen.

Erster Ausflug...

mit der Kamera im neuen Jahr. Das Wetter war ganz passabel, endlich mal kein Dauerregen und die Sonne ließ sich auch mal ein wenig blicken. Da ich immer wieder gerne Natur und Landschaft fotografiere und besonders gerne im Wald, ging es mal wieder in den Wald auf dem Harkortberg in Wetter. Es ist immer wieder schön dort.

Als wichtigster "Ausrüstungsgegenstand" haben sich meine Wanderstiefel herausgestellt. Vom Dauerregen total aufgeweichte, glitschige Wege erfordertern viel Aufmerksamkeit und ich war wirklich froh, dafür geeignetes Schuhwerk angezogen zu haben. Unfallfrei und trockenen Fußes konnte ich diesen ersten fotografischen Ausflug des Jahres beenden.


Ümminger See

Ümminger See

Warum habe ich den Ümminger See nicht schon viel früher für mich entdeckt? Diese Frage habe ich mir heute gestellt, als ich heute das erste mal dort war. Gehört hatte ich von diesem Ort schon vorher, ein paar Bilder hatte ich auch gesehen, aber ich war noch nie dort - bis heute.Den Anlass gab ein Foto eines Steges, dass ich auf Facebook in der Gruppe "Bochum in Bildern" gesehen hatte. So einen Steg hatte ich doch schon lange gesucht, um Langzeitbelichtugen zu machen. Die A43 in Hörweite ist der Ümminger See sicher nicht der ruhigste Ort, den man in Bochum finden kann und dennoch kann man dort die innere Ruhe finden. Jedenfalls ging es mir dort so, was vielleicht auch an meinem gewählten Ziel der Langzeitbelichtung und der vorgerückten Stunde zur Winterzeit lag. Bei Belichtungszeiten von zwei bis 5 Minuten kommt einfach keine Hektik auf. Die Zeit verging trotzdem - oder gerade deswegen - wie im Fluge und ich bin sicher nichts das letzte mal dort gewesen. Nur eine Sache fällt mir schwer, mich zwischen den farbigen und den monochromen Versionen zu entscheiden, auch wenn die Waage etwas mehr zu den SW-Bildern ausschlägt.

Wetterkapriolen

bad_lobenstein_20111205_0016Von Sonnenschein bis Schneesturm war fast alles dabei, auf meiner kleinen Wanderung in der Nähe von Bad Lobenstein. Die schöne Aussicht auf dem erwanderten Berg konnte ich leider nicht geniessen. Sicht gleich null. Auf dem Rückweg kam dann wieder die Sonne raus. War ja klar.Trotzdem sind einige sehr schöne Bilder dabei herauskeommen.

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Abendlicht

Kurz vor dem Sonnenuntergang leuchtete diese Wiese in einem goldenen Schein. Traumhaftes Licht!Ich finde, dazu passt auch der ausgebrannte Himmel und die Lichtreflexe. Normalerweise versuche ich die zu Vermeiden, aber hier passen sie. Den Grauverlaufsfilter habe ich bewust in der Tasche gelassen.

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